Ruhetag deluxe
26. Juli 2020

Der Wetter­be­richt hat ja so was von recht. Nachts schüttet es, morgens schüttet es. Kein Wetter, bei dem man gerne raus möchte. Außer dem Norweger, der mit T‑Shirt und Shorts an uns vorbei­geradelt kommt. Brrr!

Sogndalstrand
Sogndalstrand

Wir machen zunächst mal einen gehörigen Hütten­brumm und erfreuen uns am trockenen MoMo und dem Ausblick auf die Boote im Hafen. Wir planen, wie es weiter­gehen soll. Der Wetter­be­richt für alles, was westlich von uns oder im Fjordland ist, sieht verheerend aus. Da hätten wir bis zur Abreise vielleicht mal 2 trockene Tage und ein bisschen Sonne. Ganz anders sieht es aus, wenn man nach Osten guckt. Ab Mittwoch wieder trocken und dann sogar ziemlich freundlich. Da fällt die Entscheidung leicht, dass Egersund morgen dann unser westlichster Punkt wird und wir von da an wieder Richtung Langesund fahren, von wo dann unsere Fähre nach Hirtshals fahren wird.

Maleri­sches Sogndal­strand

Annette macht sich trotz des Regens mit den Hunden ins Zentrum des Dorfes auf und kehrt mit vielen hübschen Fotos und der Auskunft, dass es ganz schön voll dort ist, zurück.

Sogndalstrand
Sogndalstrand
Sogndalstrand
Sogndalstrand
Sogndalstrand
Sogndalstrand

Geheimtipp Rekefjord

Die nette Norwe­gerin, die ich gestern wegen des Stell­platzes gefragt hatte, gab uns noch den Hinweis auf den Stell­platz im Nachbarort Rekefjord mit auf den Weg. Den wollen wir heute zumindest mal auspro­bieren. Vielleicht ist der ja was.

Wir fahren also 5 Kilometer in die nächste Bucht. Hier sieht es noch mal deutlich fjordiger aus als in Sogndal­strand. Und das ist auch bei diesem Trübwetter einfach nur schön.

Rekefjord

Wir fahren vorsichtig in die Straße am östlichen Seeufer, denn es sieht hier nicht unbedingt so aus, als würde da noch ein Stell­platz kommen. Es ist ein enges Sträßchen. Und als sich die Straße zwischen zwei Häusern durch­quetscht und ein Tunnel­warn­schild daneben auftaucht, stellen wir das MoMo erst mal kurz ab und erkunden den weiteren Verlauf sicher­heits­halber zu Fuß.

Rekefjord

Nach 300 Metern sehen wir so etwas wie ein Hafen­ge­lände. Aber kein Hinweis auf einen echten Stell­platz. An einer Stelle, die aussieht wie ein Pier, ist eine norwe­gische Familie am Angeln. Ich frage nach, ob sie von hier seien und dies hier ein möglicher Stell­platz sei. Die Frau strahlt mich an und sagt „Ja, sicher! Natürlich könnt ihr euch hier hinstellen, das stört hier keinen.“ Als wäre es das normalste auf der Welt, wenn sich ein Wohnmobil an einen kleinen Hafen­an­leger stellt.

Dampskipskai Rekefjord
Rekefjord
Rekefjord

Jetzt sehe ich auch das Plakat, dass man bitte mit der Go-Marina-Appbezahlen solle. Und da kann man in der Tat angeben, dass man kein Boot, sondern ein Womo ist, brav seine 125 Kronen zahlen und sich dann so hinstellen, wie man es sonst nur auf kitschigen Social-Media-Posts sieht: An drei Seiten von Wasser umgeben und mit Panora­ma­blick auf die Fjordbucht von Rekefjord. Perfekt!

Rekefjord
Rundumaussicht

Fjordschnu­ckelig

Da der Regen gerade mal eine Pause eingelegt hat, mache ich mich auf Fototour. Unterwegs gibt es so viele schnu­ckelige Häuschen mit Rosen­beeten, eine halbver­fallene Ruine und natürlich Ausblicke auf den Fjord. Herrlich!

Rekefjord
Rekefjord
Rekefjord

Und als ich wieder­komme, werde ich von einem dampfend heißen Kakao empfangen. So geht das!

Annette bei der Arbeit
Kakao

Besser als Fernsehen

Den Rest der Zeit könnten wir getrost mit dem Blick aus dem Fenster verbringen. Mit den sich um eine Krabbe strei­tenden Möwen, den ein- und auslau­fenden Booten oder den Joggern, Radlern und Anglern, die unseren Platz besuchen. Es gibt immer was Neues zu sehen. Da fällt der immer wieder­keh­rende Regen überhaupt nicht ins Gewicht. Es ist eher ein Ruhetag deluxe!

Micha fotografiert
Rekefjord
Rekefjord
Rekefjord
Rekefjord
Rekefjord
Rekefjord bei Nacht

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Dänemark/Norwegen Sommer 2020
All inclusive

All inclusive

Unser letzter kompletter Tag in Norwegen ist leider grau und regnerisch. Aber es gibt auch Gutes zu berichten. Unsere Nacht neben der Kirche war friedlich und unspektakulär. Die Bauarbeiter, die hier letzte Arbeiten am neuen Parkplatz vornehmen, nehmen von uns...

Weiße Stadt

Weiße Stadt

Huch! Wir hatten ganz vergessen, dass es in Norwegen auch im Sommer nachts schon mal kalt wird. Anscheinend sind wir hier in einem Kälteloch: 7° zeigt das Thermometer morgens. Das Gute daran: Es war eine klare Nacht und morgens scheint die Sonne. Auf unserer...

Kajak und Knuten

Kajak und Knuten

Gestern haben wir das Paddeln ja wegen des auffrischenden Windes lieber mal verschoben. Zu hubbelig sah uns die Wasseroberfläche für uns ungeübte Anfänger aus. Heute Morgen ist es zwar kein spiegelglatter See, aber mit den kleinen Wellen werden wir wohl fertig. Die...

Tømmer­renna

Tømmer­renna

In der Nacht hat uns diesmal ein Tropfgeräusch auf Trab gehalten, von dem wir nicht sagen konnten, woher genau es kommt. Auf jeden Fall nicht aus dem Wasserhahn. Erst, als den Ausgleichskeil unter dem Vorderrad wegnehme, dämmert es mir. Es kommt nämlich ein Schwall...

Back to basic

Back to basic

Eine merkwürdige Nacht liegt hinter uns. Irgendwo auf dem Campingplatz wurde gefeiert. Sehr lauthals. Auch noch um 3 Uhr nachts. Zu unserem Glück so weit weg, dass wir nicht bei jedem „Hey!“ senkrecht im Bett stehen, aber auch so, dass man nicht wirklich ruhig...

Paddel­som­mertag

Paddel­som­mertag

Was wir heute erleben, ist unser erster richtiger Sommertag. Also, schöne Tage hatten wir ja schon viele. Sonnige auch. Aber ein schöner, sonniger und warmer Tag fehlte uns bis jetzt noch in der Sammlung. So ein Tag, wo man sich freut, dass man auch mal in den...

Flech­ten­steine

Flech­ten­steine

Wir befinden uns jetzt langsam aber sicher auf dem Heimweg. Von jetzt an geht es nach Süden. Und so wie es aussieht, für die letzte Woche wieder mit deutlich besserem Wetter. In Rysstad fragen wir im Fjellmuseum, ob wir wieder Wanderempfehlungen kriegen. Die sind...

Hochwas­serfall

Hochwas­serfall

Wir sind froher Hoffnung. Nach dem Aufwachen ist doch tatsächlich der Himmel blau und es sieht so aus, als würde die Sonne endlich zurückkommen. Na ja, fast. Denn bis wir aufbruchbereit sind, im Supermarkt eingekauft, an der Tankstelle getankt und ver- und entsorgt...

Regensee

Regensee

Es pladdert. In der Nacht so unaufhörlich und heftig, dass Elli sich wohl an das Unwetter in Torla erinnert und kläglich um unsere Aufmerksamkeit jammert, damit wir sie vor dem Regen beschützen. Das ist jetzt der Teil an einer Norwegenreise, der immer leicht nervt....

Schwanz in Sicht

Schwanz in Sicht

Der Regen setzt sich fort. Und bis Mittwoch ist da keine Besserung in Sicht. Wir passen also unser Reiseverhalten an. Sprich: ausschlafen und gammeln. Man verpasst eh nicht viel. Erst gegen Mittag machen wir uns auf den Weg nach Egersund, dem westlichstem Punkt...

Verpasste Gelegen­heiten

Verpasste Gelegen­heiten

Wir tun uns schwer mit dem Abschied von einem unserer Lieblingsorte dieses Jahres. Zu schön ist der Platz neben dem Leuchtfeuer. Vor allem bei dem immer noch ausgesprochen guten Wetter. Blauer Himmel, Sonnenschein, leichte Brise. Aber der Wetterbericht kündigt nichts...

Am Ende der Mole

Am Ende der Mole

Wir haben nachts ein Problem zu lösen. Gegen Abend hatte sich zuvor ein merkwürdiges, regelmäßig quietschendes Geräusch eingestellt. Mal etwas lauter, mal etwas leiser. Aufgrund des aufs MoMo-Dach prasselnden Regens konnten wir es aber nicht genau lokalisieren. Kommt...