Windpusteri
12. Juli 2020

Es bleibt weiter windig. Und damit auch frisch. Wir fallen diesmal nicht darauf rein, uns vom strah­lenden Sonnen­schein täuschen zu lassen und frühstücken dann doch lieber im MoMo.

Im Verlauf des Vormittags wird es dann aber doch so schön, dass man sich in Zwiebel­schal­kleidung raussetzen kann.

Sitzen im Windschatten
Man beachte meinen vom Winde verwehten Stuhl…

Mia genießt es, sich im Windschatten hinzu­fläzen und träumt wahrscheinlich von vorbei­flie­genden Knabber­sticks. Elli hingegen findet das Windwetter eher merkwürdig und wundert sich die ganze Zeit, warum wir so gelassen in unseren Stühlen sitzen. Das ist doch aufregend! Gefahr! Warum merken die Menschen das nicht?

Mia genießt die Sonne
Elli ist skeptisch
Micha und Elli

Richtung Norden

Da wir gestern Richtung Løkken unterwegs waren, geht es heute der Gerech­tigkeit halber in die entge­gen­ge­setzte Richtung. Nördlich von uns liegt am nächsten Strand­abgang die Siedlung Nørre Lyngby. Da kann man super mal eben am Strand lang hinlaufen.

Endlos weite Strände

Wind und Wetter bescheren uns reichlich Fotoge­le­gen­heiten. Man muss eher aufpassen, dass man nicht immer das Gleiche noch mal fotogra­fiert, weil es einfach so dusselig schön aussieht.

Strandgut
Strandgut
Strandgut
Strandgut

Wir bewundern die zwei Mädels, dich sich kreischend in die Nordsee schmeissen. Ihre Mütter stehen einge­mummelt daneben. Ansonsten gilt aber das dänische Nix-los-am-Strand-Axiom. Gelegentlich kommen einem in homöo­pa­ti­schen Dosen Leute entgegen. Und das war es dann aber auch.

Baden in der Nordsee
Pier Nørre Lyngby

Gechillte Ferien­siedlung

Viel schneller als gedacht kommen wir in Nørre Lyngby an. Wir hatten uns das etwas voller und mondäner vorge­stellt. Statt­dessen eine verschlafene Ansiedlung von Häusern, ein Minimarkt und ein Pub.

Pier Nørre Lyngby
Fisherman's Rest

Ja, ein Pub! Ich fühle mich kurz magisch vom Schild mit Fish&Chips mit Peas angezogen. Aber die dänische Preis­ge­staltung lässt mich da schnell wieder nüchtern werden…

Statt­dessen genießen wir das Phänomen, dass man kurz hinter den Dünen anscheinend im Windschatten steht und endlich mal den vollen Sonnen­schein genießen kann. Und natürlich die Aussicht auf die grünlich schim­mernde Nordsee mit ihren weißen Wellen­kämmen.

Dünengras

Nach einem nicht weiter erwäh­nens­werten Kaffeestop im Minimarkt geht es auf den Rückweg. Hier entdecken wir noch eine Glasblä­serei mit der absolut hinrei­ßenden dänischen Übersetzung:

Glaspusteri

Dünen­rückweg

Wir könnten natürlich den gleichen schönen Weg den Strand entlang zurück nehmen. Aber wir wollen mal auspro­bieren, wie es sich durch die Dünen laufen lässt. Denn der Weg nach Süden lässt sich auch auf den recht ordentlich hohen Dünen machen.

Herrliche Aussicht

Von hier hat man durch den höheren Beobach­tungs­punkt einen noch weiteren Blick auf die Nordsee und auf die kleinen Menschen unten am Strand.

Auf die Düne

Und durch den Dünen­effekt haben wir mal Windstille, mal Sturm. Jacke auf, Jacke zu. Sand in die Augen, Aussicht genießen. Und zwischen­durch: Brille putzen.

Chill-Time

Annette kocht uns mit dem Kakao, den wir uns in Johannsens Hofladen gekauft haben, einen wirklich leckeren Munter­macher. Und da es sich nachmittags immer mehr zuzieht und landein­wärts schon bedrohlich grau aussieht, machen wir einen ruhigen Nachmittag im MoMo und gucken dabei zu, wie sich der Camping­platz immer mehr füllt. Ob wohl viele von den anderen Reisenden ebenfalls auf dem Weg nach Norwegen sind?

Kakao

Belohnung am Abend

Nachdem Annette wieder mal in der Küche gezaubert hat, sind wir uns unschlüssig, ob wir noch mal raus wollen. Das MoMo wackelt unter den regel­mä­ßigen Böen und der Schwei­nehund ist da schon recht groß.

Abendessen

Aber als ich mich zum Sonnen­un­tergang dann doch auf den Weg Richtung Dünen mache, bin ich überrascht, wie vergleichs­weise windstill es an der „Sonnenbank“ ist. Hier kann man gut das Stativ aufstellen, ohne dass die Kamera am Ende sandge­strahlt ist.

Løkken Sunset

Und es lohnt sich! Der Kiter, der vor dem Sonnen­un­tergang immer hin und her fährt, sollte mal drüber nachdenken, ob er dafür nicht Geld nehmen sollte…

Løkken Sunset
Løkken Sunset

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