Verspä­teter Regen
17. Juni 2020

Den heutigen Tag hat uns der Wetter­be­richt als den schlech­testen der Woche präsen­tiert. Regen und Gewitter. Und das nicht zu knapp.

Aber es bleibt auffällig trocken. Es ist zwar wie in den vergan­genen Tagen alles reich­lich auf der schwülen Seite, aber noch aushaltbar, da immer auch ein leichter Wind geht. Wir beschließen, einfach noch eine Nacht hier in Prons­feld dranzu­hängen, da es sich auf einem befes­tigten Platz sicher besser steht als auf einer Wiese.

Stellplatz Pronsfeld

Wir besuchen erst mal mit den Hunden den ehema­ligen Bahnhof, wo ein liebe­voll restau­rierter Museumszug ausge­stellt ist. Man merkt, dass hier mit Herzblut ein Stück­chen Geschichte konser­viert werden soll. Schön!

Hundespaziergang
Bahnhof Pronsfeld
Lok Pronsfeld 2
Lok
Fotograf mit Lok
Lok Pronsfeld

Das, was früher mal die Bahnstrecke war, ist heute, wie an vielen Orten, eine Radtrasse geworden. 

Auf dem Eifel-Ardennen-Radweg

Von unserem Stell­platz aus sind es nicht mal 10 Kilometer mit dem Rad nach Prüm. Das schaffen wir ja locker — und packen uns zur Sicher­heit mal die Regen­ja­cken in die Packtasche.

Aber es bleibt trocken — fast schon perfektes Radel-Wetter. Wir genießen es, auf der Trasse zu fahren. Kein Autover­kehr (den bestaunen wir auf der Prümtal­brücke über uns) und nur wenige Räder unter­wegs. Das lässt sich gut rollen!

Prümtalbrücke
Spinnen Bullen Schweine
Street-Art am Wegesrand.

Grieche in Prüm

In Prüm angekommen empfängt uns erst mal die mittler­weile typische Einkaufs­meile mit Super­märkten und Discoun­tern. Wir fahren gerne daran vorbei und hoch zur Stadt­mitte. Der Platz vor der St.-Salvator-Basilika wurde offen­sicht­lich erst vor kurzem neu gestaltet. Sieht alles noch neu und kahl aus. Was mir hier wieder mal auffällt: Wie wenig grün bei solchen Neupla­nungen vorge­sehen ist. Die Gestal­tung an sich ist durchaus gelungen, aber durch das Fehlen von irgend­wel­chen Farben wirkt es auf eine Weise auch bedrü­ckend tot.

Abtei Prüm

Wir lassen uns trotzdem beim Griechen Elia Olive nieder, da man von dort gut das Prümsche Treiben beobachten kann. Und wundern uns wieder über das Wetter, da wir zwischen­durch in der Sonne brutzeln, obwohl ringsum auch düstere Wolken zu sehen sind. Wir sind aber gar nicht traurig drum, dass sich der Regen verspätet.

Grieche in Prüm

Kirche mit beson­deren Wünschen

Wir lassen es uns nicht nehmen, die Basilika noch kurz zu besich­tigen. Eine sehr plasti­sche, lebens­große Statu­en­gruppe beweint den toten Christus. Ich frage mich an dieser Stelle ja immer, was das mit kleinen Kindern macht…

Jesusjammer
Abteikirche Prüm innen

Und einen beson­ders ungewöhn­li­chen Wunsch finden wir dann noch an der Stell­wand, wo die Gemeinde ihre Wünsche zur Corona­zeit aufhängen kann. Man muss halt Priori­täten setzen… Aber vielleicht erklärt sich so, dass Schalke in der Rückrunde der Bundes­liga das Fußball­spielen verlernt hat…

frommer Wunsch

Warten auf den Regen

Solcherart in jeder Hinsicht gestärkt fahren wir nach Prons­feld zurück. Dank Gefälle und Rücken­wind ein echter Genuss!

Warten auf den Regen
Regen kommt

Am MoMo angekommen sehen wir zwar immer noch düstere Wolken, aber nach Regen sieht das immer noch nicht aus! Erst als der Tag abends auf die Zielge­rade geht setzt auch der Regen ein. 

Und da Annette gerade noch recht­zeitig mit den Hunden draußen war, steht dann einem gemüt­li­chen Abend im MoMo auch nichts mehr im Wege. Wir sind zumin­dest nicht traurig, dass die angekün­digten Gewitter anschei­nend einen großen Bogen um uns machen.

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