Rot-gelbe Streifen

Morgens leuchtet der Himmel rot und ein leichter Nebel liegt über dem Land. Ein echter Wintermorgen.

Gestern haben wir es nicht mehr zum Pilsumer Leuchtturm geschafft. Das wollen wir dringend nachholen. Annette hat den guten Einfall, dass wir nicht den langweiligen Weg hinter dem Deich nehmen, sondern direkt am Watt entlang wandern und dann irgendwann Richtung Leuchtturm abbiegen.

Wattwunder

Das Wetter meint es weiter gut mit uns und beschert uns tolle Aussichten auf die Weite des Watts und den Himmel, der sich darin wunderbar spiegelt.

Da sieht dann selbst die eigentlich nicht so hübsche Silhouette der Industrieanlagen durchaus spektakulär aus – mit den monochromatischen Farben fast wie aus eine Kulisse aus einem Science-Fiction-Film.

Aber auch die Natur zaubert mit dem genau richtig bewölktem Himmel ein Highlight nach dem anderen vor unseren Augen. Wir fotografieren wie wild.

Bitte wenden

Wir stellen auf Höhe des Leuchtturms fest, dass wir ein bisschen naiv waren. Denn vom Wattrand kommt man hier nicht zum Leuchtturm. Denn es gibt keinen Weg, sondern viele Siele, die zu breit zum Überspringen sind.

Und der Weg Richtung Norden, der uns wieder zum Deich führen würde, wird immer wieder von großen Matschepfützen unterbrochen, die wir beim dritten Mal dann auch nicht mehr umrunden wollen. Wir kehren lieber um.

Fotogener Leuchtturm

Dann fahren wir eben mit dem MoMo zum Leuchtturm. Das einzig Doofe daran: Die Hunde müssen auch hier wieder im Wohnmobil bleiben. Das strikte Hundeverbot am Deich ist zwar wegen der Schafhaltung verständlich, nervt aber trotzdem.

Angenehmer Nebeneffekt der Nebensaison: Der recht kleine Parkplatz ist jetzt kostenlos. Was hier in den Sommermonaten abgeht, möchten wir uns aber lieber nicht vorstellen…

Denn der Pilsumer Leuchtturm ist sicherlich ein touristischer Hotspot. Bekannt u.a. aus den Otto-Filmen wirkt er mit den freundlichen rot-gelben Streifen und der geringen Bauhöhe einfach liebenswert-knuffig.

Einfach jeder, der dorthin kommt, macht seine mehr oder weniger gelungenen Erinnerungsfotos. Man könnte auch einfach nur Studien betreiben, was und wie die Leute so knipsen. Und wir sind da keine Ausnahme!

Idylle am Siel

Nachdem wir in Greetsiel entsorgt haben fahren wir nur noch ein paar Kilometer. Wir lieben es ja, eine Gegend gründlich zu erkunden und nicht nur eine Sehenswürdigkeit nach der anderen wegzugucken. Und heute ist halt unser Deichtag.

Am Leybuchtsiel zwischen Greetsiel und Norddeich kann man wunderbar stehen und kann Richtung Inland auf das Norder Tief blicken, dass sich hier an der Schleuse seeähnlich verbreitert.

Gänse ziehen über uns hinweg

Und wenn man auf den Deich geht, guckt man auf die Marschen, die sich noch weit bis zum Meer erstrecken. Und kann, so wie wir, schon wieder einen dollen Sonnenuntergang bestaunen.

Fotograf on fire!

Elli wartet sehnsüchtig darauf, dass das Rudel wieder vollständig ist…

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