Fischpfanne

Ärger und Neuland

Wir betreten Neuland. Für das alte MoMo hatten wir ein Saisonkennzeichen. Mit MoMo II wollen wir rund ums Jahr unterwegs sein. Und wir genießen es sehr, nicht mehr wehmütig im Kalender die Tage bis zum 1. März zu zählen.

Eine Reiseziel für einen einwöchigen Kurztrip muss her. Wir haben schon viel Gutes über die tollen Museen Auswandererhaus und Klimahaus in Bremerhaven gehört. Also warum nicht mal Richtung Ostfriesland? Und je mehr wir uns mit dem Thema beschäftigen, um so mehr wächst die Vorfreude. Da wollen wir hin!

Womo-Ärger

Aber vorher müssen noch die Kinderkrankheiten von MoMo II geheilt werden. Was sich aber etwas schwierig gestaltet. Denn zu den üblichen Kleinigkeiten gesellt sich noch ein Wassereinbruch in die Oberschränke der Küchenzeile. Auweia! Ein Verdächtiger ist schnell ausgemacht. Das Kabel von unserer Solaranlage führt genau an dieser Stelle durchs Dach. Wenn da was undicht ist, kommt halt Wasser rein. Also wir das noch mal neu ordentlich geklebt, so dass wirklich nichts mehr passieren kann. Große Erleichterung.

Um so ärgerlicher, wenn man dann eine Woche später feststellt, dass immer noch Wasser an genau der gleichen Stelle eintritt! Argh! Also wieder mal die 100km nach Arnsberg fahren. Auch wenn wir bisher Herrn Lehmann als eher knurrigen Sauerländer kennengelernt haben, zeigt er sich jetzt doch sehr überrascht und sichert uns eine gründliche Kontrolle zu. Und tatsächlich war es eine Undichtigkeit an einer Kantenleiste, durch die das Wasser eindrang. Ist jetzt behoben, aber wirklich begeistert sind wir von der Fertigungsqualität bei Eura bisher nicht.

Ab auf den Ostfriesenspieß

Für die Werkstattaufenthalte hatten wir vieles ausgeräumt. Bis wir jetzt alles wieder verstaut haben, dauert es länger als gedacht, so dass wir erst zur Mittagszeit loskommen.

Das Wetter ist November pur: grau, nass, windig und kalt. Wir reihen uns auf der Autobahn also brav hinter einen LKW ein und lassen geduldig eine Baustelle nach der anderen im Wechsel mit Staus über uns ergehen, bis es auf der A31, dem Ostfriesenspieß, dann ruhiger wird.

Aber die Zeit tickt nur so runter und schon um drei Uhr hat man das Gefühl, in der Abenddämmerung zu fahren. Wir werden also im Dunkeln ankommen.

Kleinbonum

Wir haben uns für Ditzum, direkt an der Ems ganz im Westen von Ostfriesland gelegen, als Zielpunkt entschieden. Die Orte hier haben schon mal sehr sympathische Namen: Jemgum, Bingum, Pogum. Erinnert einen sofort an die Römerlager rund um das Dorf von Asterix. Und Ditzum ist ein echtes Kleinbonum: Klein und gut.

Der Stellplatz Ankerplatz wird an der Straßenseite von einer Hecke begrenzt, so dass wir vom böigen Wind geschützt sind. Und das Einparken im Dunklen wird durch die klar erkenntlichen Plätze auch erleichtert.

Fischfreuden

Nach der ekligen Autofahrt wollen wir uns belohnen. Mit einem Abendessen im Alten Haus am Siel. Was eine gute Wahl! Denn nicht nur ist die Bedienung freundlich, die Atmosphäre gemütlich und das Bier gut: Vor allem die Fischgerichte können sich sehen lassen.

Was sich bei der Krabbensuppe schon angedeutet hat, wird bei dem Fisch aus der Pfanne zur Gewissheit. Wir kriegen Scholle, Butt und Seezunge, die direkt in der gusseisernen Pfanne serviert werden. Die Portionen sind wirklich sehr großzügig und der Fisch vom Feinsten.

Dafür hat sich die Anreise doch schon mal gelohnt!

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