Hundert Kreis­ver­kehre
22. Oktober 2019

Heute wollen wir Turckheim (oder auf Deutsch: Türkheim) bei Tag erkunden. Erste Überra­schung: Der Gusseisen-Topfspe­zialist Staub, den wir erst kürzlich entdeckt haben, hat hier anscheinend sein Stammwerk. Wer darauf steht, kann hier das komplette Sortiment besich­tigen und teilweise auch zu Outlet­preisen kaufen.

Schnu­ckel­stadt

Wir kommen quasi durch die Hintertür nach Turckheim. Denn ein Weg führt uns zunächst einmal oberhalb der Stadt entlang der Weinreben vorbei. Von hier oben hat man einen guten Überblick auf die kleine Altstadt.

Es ist hier auf jeden Fall ein Ding, sein Haus mit den verschie­densten Kleinig­keiten zu verschönern. Vom Garten­zwerg über schöne Bepflanzung bis zu extra Figuren an den Hausecken wird einem alles geboten.

Im Gegensatz zu den bekann­teren benach­barten Orten Eguisheim oder Colmar ist es aller­dings deutlich entspannter, so dass man das mittel­al­ter­liche Flair der Stadt ganz in Ruhe genießen kann. Praktisch Elsass im Westen­ta­schen­format. Und wir stellen fest, dass uns das dann eigentlich auch reicht.

Vielleicht wäre das ja ein Ding? Bei jeder Fahrt in Richtung Frank­reich ein Städtchen im Elsass “abhaken”? Denn mehrere auf einmal kann man doch gar nicht verar­beiten!

Und noch ‘n Kreis­verkehr

Wir wollen heute wieder ein gutes Stück Strecke machen. Das gute Wetter macht nämlich weiterhin Pause und alles ist mehr oder weniger grau in grau. Da kann man auch getrost Autofahren.

Wir beschließen, uns östlich entlang der Vogesen vorbei zu mogeln. Was bedeutet: keine Autobahn und auch nur wenig Schnell­straße. Dafür aber vielleicht nicht nur gefühlte 100 Kreis­ver­kehre…

Hexenort

I’m Örtchen Imbsheim sticht uns sofort das Bastberger Stuewel mit seiner fliegenden Hexe ins Auge. Ein guter Ort für ein Päuschen!

Und Annette findet sogar noch eine kleine Spazier­wan­derung für uns: Einmal auf den Bastberg (wohl so eine Art Elsässer Blocksberg mit Hexentanz und allem Schnick­schnack­schnuck).

Von dort hat man einen schönen Blick hinunter auf das Dorf und auch der Blick in die Vogesen wäre toll, wenn es nicht so suppig grau wäre. Aber es gibt Hoffnung. Wir sehen endlich mal wieder auch kleine Fetzen blauen Himmels! Und als wir weiter­fahren kommt sogar eine richtig schöne Abend­sonne durch. Jetzt kann das schöne Wetter kommen!

Hornbach reloaded

Wir entscheiden, dass es das heute dann mit Frank­reich auch war. Wir peilen Hornbach als Zielort an, wo wir schon vor 2 Jahren so gut gestanden und gegessen haben.

Aber als wir ankommen, hat das Restaurant Capito direkt neben dem Stell­platz leider Ruhetag. Wir meinen aber, dass wir auch in der Kloster­schänke gut gegessen hätten. Und die haben sogar auf. Nichts wie hin!

Nur leider haben die anscheinend einen sehr verliebten Koch. Asterix-Fans wissen jetzt Bescheid: Meine “ligurische Fisch­suppe” war leider eines der versal­zensten Essen, die ich je serviert bekommen habe.

Und auch Annettes Kürbis­suppe und Flamm­kuchen passten quali­täts­mäßig so gar nicht zum Preis­niveau, was dort aufge­rufen wird. Zur Ehren­rettung kann man aber sagen, dass mir die Fisch­suppe nicht berechnet wurde und wir beide noch einen Obstler aufs Haus bekommen haben. Schadens­be­grenzung geglückt. Wir würden aber trotzdem eher nicht wieder­kommen.

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