Quellen­fondue
18. Oktober 2019

Wir starten auch für unsere Verhält­nisse langsam in den Tag. Es ist halt grau und trüb und lockt so gar nicht nach draußen. Aber immerhin ist es weitest­gehend trocken.

Herrlichster Herbst

Als wir dann losfahren sind wir geflasht. Denn obwohl es trüb ist, haben wir gerade anscheinend den Höhepunkt der Laubfärbung erreicht. Auch ohne Sonne leuchtet die Landschaft und wenn ein Sonnen­strahl sich dann mal kurz blicken lässt, ist es um so schöner.

Dass wir auf einer wenig befah­renen Neben­straße unterwegs sind, verstärkt das Erlebnis nur noch. Wir zockeln gemütlich durch die kleinen Dörfer und können uns nicht sattsehen. Guck mal hier! Guck mal da!

Schon wieder Doubs

Und auch hier läuft uns der Doubs über den Weg — man kann ihm einfach nicht entkommen. Denn nahe dem Örtchen Mouthe befindet sich seine Quelle — die können wir unmöglich nicht besuchen!

Wir parken das MoMo in Mouthe und machen uns auf den Spazierweg entlang des hier noch ganz jungen Doubs in Richtung Quelle. Es ist eine tolle, wenn auch schon etwas verwelkte Schilf­land­schaft und da die Sonne sich nicht lumpen lässt, leuchtet alles in gelb-orange-beigen Tönen.

Die Quelle des Doubs ist dann komplett anders als die der Loue. Zwar kommt auch hier der Fluss aus einer Gesteinswand, aber es wirkt alles viel lieblicher und wildro­man­tisch mit Picknick­ge­le­genheit links und rechts des Ufers.

Wir können uns fotogra­fisch austoben und anschließend noch zum Belvédère hinauf, von dem man über die Quelle hinweg in die Landschaft gucken kann. Lohnenswert!

Fondue­freuden

Ich hatte zuvor schon gesehen, dass es im Chalet de la source gutes Essen geben soll. Uns passt das eigentlich ganz gut so.

Eigentlich waren wir auf das Mittagsmenu einge­stellt. Aber als ich sehe, dass es hier ein Comté-Fondue mit Morcheln geben soll, schwenke ich kurzent­schlossen um. Und Annette schwenkt mit, wenngleich sie zu bedenken gibt, dass man die Morcheln doch wahrscheinlich nicht so schmecken würde.

Und ob man die schmeckt! Mörder­lecker! Und das Fondue ist auch in seiner Gesamtheit ein Erlebnis. Denn das Rechaud gefällt uns mit seinem filigran ausge­stanzten Figuren ebenfalls gut und auch die Konsistenz ist dann so, wie man sie Zuhause einfach nicht hinkriegt. Mir tropft es jetzt beim Schreiben schon wieder aus dem Mund…

Einziger Nachteil: Man weiß dann auch, was man da gerade gegessen hat. Will sagen: Der Bauch ist prall und rund. Und der Spazierweg zurück zum MoMo reicht nicht, um das abzutrai­nieren.

Ab in den Regen

Der Wetter­be­richt ist für heute und die kommenden Tage ziemlich miserabel. Wir sind geradezu verblüfft, dass wir den Quellen­ausflug nahezu trocken hinter uns bringen.

Als wir uns dann aber in Richtung Südwesten begeben, kommt es, wie es angekündigt ist. Es regnet sich so richtig ein und wir denken trotzdem „Passt irgendwie dann auch zum Oktober“ als wir mal wieder den Kühen Vorfahrt gewähren.

Am Petit Lac Maclu finden wir dann schließlich ein Quartier für die Nacht. Der Wander­park­platz gehört uns bei dem Wetter ganz alleine. Wir betrachten den geschot­terten Boden kritisch-wohlwollend. Den werden wir wohl für die ergie­bigen Regen­fälle, die für die Nacht angekündigt sind, noch zu schätzen wissen.

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