Ruhehafen
5. August 2019

Wir überlegen, was wir in den letzten Tagen in Dänemark noch erleben wollen. Und stellen fest, dass wir damit zufrieden sind, es ruhig angehen zu lassen. Also für dieses Mal kein Entde­ckertrip auf eine der vielen kleinen Inseln. Wir finden übrigens, dass es sich bedeutend besser anhört, zu sagen „Wir waren in den südfü­ni­schen Inseln“ als „Wir waren in Dänemark“. Da klingt doch gleich ein Hauch Exotik und Gefahr mit…

Hügelig und hyggelig

Auch heute stellt sich die Route entlang der südfü­ni­schen Küste als überra­schen kurvig und hügelig heraus. Und dazwi­schen dann Reetdach­häuser, Windmühlen, Gutshöfe und ganz viel Landschaft. Hyggelig! (Und für alle, die die letzten 10 Jahre unter einem Stein verbracht haben: Das ist das skandi­na­vische Wort für gemütlich, anhei­melnd)

Blick auf Svendborg

Gratis-Hafen

Im Hafen von Faldsled soll es einen schönen Stell­platz für Womos geben. Da wir morgen mit der Fähre auf die Halbinsel Alsen nahe der deutschen Grenze übersetzen wollen, scheint uns das eine ideale Position für eine letzte Nacht auf Fünen zu sein.

Und der Hafen löst alle Versprechen ein, die wir mittler­weile mit einem dänischen Hafen verbinden: Nix los. Schön gelegen. Problem­loses Stehen mit dem Womo. Passt also alles. Und dass hier in Dänemark Übernachten in der Regel etwas kostet, sind wir jetzt auch schon gewohnt. Um so überra­schender dann der Hinweis am Ticket­au­to­maten (hier gibt es anscheinend keinen Hafen­meister der rumgeht und Dusch­münzen verteilt…): Maschine kaputt, heute alles gratis. Och, wie nett!

Das Wetter bietet uns heute alle April-Varianten an. Wir wundern uns nur, dass kein Regen­bogen zu sehen ist. Aber ein herrlicher Grund für einen Gammel­nach­mittag im MoMo.

Wir überlegen kurz, ob wir im Kro um die Ecke zu Abend essen gehen sollen. Denn norma­ler­weise ist dem Dänen sein Kro, was dem Briten sein Pub ist. Gut, dass ich vorher mal nachgucke: Denn der Falsled Kro ist echte Sterne­küche. Und dementspre­chend teuer und (wahrscheinlich) ausge­bucht. Sieht aber fein aus!

Womo-Träume

Statt­dessen gibt es indische Hausmannskost im MoMo. Und als wir gerade mit dem Essen fertig sind, entdeckt Annette nur wenige Meter weiter ein Womo von Eura, dass wir schnell als den Activa One identi­fi­zieren, auf den wir seit einiger Zeit scharf sind. Kurz entschlossen gehe ich zu unseren Nachbarn und will nur mal kurz fragen, wie zufrieden sie denn mit dem Fahrzeug sind. Höchst erfreut werden wir hinein­ge­beten, um uns selber einen Eindruck zu verschaffen.

Wir sind begeistert vom Raumgefühl und der grandiosen Hecksitz­gruppe. Rundum Fenster und noch dazu die Möglichkeit sich auf der Bank nach allen Regeln der Kunst zu fläzen. Schön! Und auch die vielen kleinen pfiffigen Ideen, die die beiden schon umgesetzt haben gefallen uns gut.

Es wird dann ein langer Abend, denn Theo und Pauline entpuppen sich als sehr zeige­freudige und stolze Besitzer und haben auch von ihrer 7‑wöchigen Skandi­navien-Tour viel zu erzählen. Und da das Wetter gegen Abend immer besser wird, verlagern wir unsere gesellige Runde an einen Picknick­tisch nach draußen und können noch bis in die Dunkelheit zusam­men­sitzen und quatschen. Herrlich!

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