Ruhehafen

Wir überlegen, was wir in den letzten Tagen in Dänemark noch erleben wollen. Und stellen fest, dass wir damit zufrieden sind, es ruhig angehen zu lassen. Also für dieses Mal kein Entdeckertrip auf eine der vielen kleinen Inseln. Wir finden übrigens, dass es sich bedeutend besser anhört, zu sagen „Wir waren in den südfünischen Inseln“ als „Wir waren in Dänemark“. Da klingt doch gleich ein Hauch Exotik und Gefahr mit…

Hügelig und hyggelig

Auch heute stellt sich die Route entlang der südfünischen Küste als überraschen kurvig und hügelig heraus. Und dazwischen dann Reetdachhäuser, Windmühlen, Gutshöfe und ganz viel Landschaft. Hyggelig! (Und für alle, die die letzten 10 Jahre unter einem Stein verbracht haben: Das ist das skandinavische Wort für gemütlich, anheimelnd)

Blick auf Svendborg

Gratis-Hafen

Im Hafen von Faldsled soll es einen schönen Stellplatz für Womos geben. Da wir morgen mit der Fähre auf die Halbinsel Alsen nahe der deutschen Grenze übersetzen wollen, scheint uns das eine ideale Position für eine letzte Nacht auf Fünen zu sein.

Und der Hafen löst alle Versprechen ein, die wir mittlerweile mit einem dänischen Hafen verbinden: Nix los. Schön gelegen. Problemloses Stehen mit dem Womo. Passt also alles. Und dass hier in Dänemark Übernachten in der Regel etwas kostet, sind wir jetzt auch schon gewohnt. Um so überraschender dann der Hinweis am Ticketautomaten (hier gibt es anscheinend keinen Hafenmeister der rumgeht und Duschmünzen verteilt…): Maschine kaputt, heute alles gratis. Och, wie nett!

Das Wetter bietet uns heute alle April-Varianten an. Wir wundern uns nur, dass kein Regenbogen zu sehen ist. Aber ein herrlicher Grund für einen Gammelnachmittag im MoMo.

Wir überlegen kurz, ob wir im Kro um die Ecke zu Abend essen gehen sollen. Denn normalerweise ist dem Dänen sein Kro, was dem Briten sein Pub ist. Gut, dass ich vorher mal nachgucke: Denn der Falsled Kro ist echte Sterneküche. Und dementsprechend teuer und (wahrscheinlich) ausgebucht. Sieht aber fein aus!

Womo-Träume

Stattdessen gibt es indische Hausmannskost im MoMo. Und als wir gerade mit dem Essen fertig sind, entdeckt Annette nur wenige Meter weiter ein Womo von Eura, dass wir schnell als den Activa One identifizieren, auf den wir seit einiger Zeit scharf sind. Kurz entschlossen gehe ich zu unseren Nachbarn und will nur mal kurz fragen, wie zufrieden sie denn mit dem Fahrzeug sind. Höchst erfreut werden wir hineingebeten, um uns selber einen Eindruck zu verschaffen.

Wir sind begeistert vom Raumgefühl und der grandiosen Hecksitzgruppe. Rundum Fenster und noch dazu die Möglichkeit sich auf der Bank nach allen Regeln der Kunst zu fläzen. Schön! Und auch die vielen kleinen pfiffigen Ideen, die die beiden schon umgesetzt haben gefallen uns gut.

Es wird dann ein langer Abend, denn Theo und Pauline entpuppen sich als sehr zeigefreudige und stolze Besitzer und haben auch von ihrer 7-wöchigen Skandinavien-Tour viel zu erzählen. Und da das Wetter gegen Abend immer besser wird, verlagern wir unsere gesellige Runde an einen Picknicktisch nach draußen und können noch bis in die Dunkelheit zusammensitzen und quatschen. Herrlich!

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