Kreidefelsen, die Zweite

Da zieht wohl gerade mal eine Schlechtwetterfront über uns hinweg. Nichts ist es mehr mit dem Dänensommer. In der Nacht prasselt ergiebiger Regen aufs MoMo und wir drehen uns noch zweimal um, bis das Pladdern endlich weniger wird.

Regenwetter

Wir wägen ab: Wollen wir bei Drinnenhockwetter wirklich nochmal 50€ auf den Tisch legen? Egal wie schön der Platz sonst ist, die Antwort lautet Nein. Wir nutzen aber das Angebot, was mir die freundliche Rezeptionistin gestern gemacht hat. Nämlich, dass wir zwar bis 12 Uhr ausgecheckt sein müssen, aber danach problemlos noch ein Weilchen stehen dürfen. So wird’s gemacht.

Wir holen erst mal Bloggen und Tagebuchschreiben nach und freuen uns darüber, dass es im Laufe des Tages dann doch noch mal freundlicher wird. Sogar ein bisschen Sonne traut sich durch die Wolkendecke.

Ab an die Klippen

Es wird sogar so schön, dass wir gegen drei Uhr beschließen, doch noch mal eine Spazierwanderung zu den Klippen zu machen. Denn es gibt hier sage und schreibe 5 Stellen, an denen man per Treppe zum Fuße der Klippen gelangt. Wir entscheiden uns für die Nördlichste, den Jydeleje Fald.

Wir stiefeln querfeldein durch den Campingplatz Richtung Straße und kommen an einem mit Disteln und Sonnenblumen umrandeten Feldrain entlang. Sieht schön aus!

Der Weg hinüber in die Dünen ist dann gar nicht mal so weit und wir überlegen am oberen Treppenabsatz wirklich nur ganz kurz, ob wir noch mal so viele Stufen runtergehen möchten.

Kurzes Vergnügen

Aber jetzt sind wir ja Profis. Die Treppen nehmen wir im Nu und auch am Fuße der Klippen sind wir erfahrene Wanderer. Dumm nur, dass diesmal das Ende des Weges Richtung Süden bereits nach wenigen hundert Metern gekommen ist.

Es gibt hier zwar einen “Trampel”pfad in die Kreidefelsen, um ein bisschen oberhalb des Wassers noch weiter zu kommen, aber auch hier wird es bald zu unsicher, als dass ich mein Glück überstrapazieren möchte. Denn Erdrutsche sind hier anscheinend an der Tagesordnung und da es reichlich geregnet hat, vielleicht gar nicht mal so unwahrscheinlich.

Wir kehren also um und es kommt mir so vor, als würden wir die Treppen schon viel leichtfüßiger hinaufgehen. Noch ein paarmal und wir können uns zum Treppenläufer-Marathon (ja, den gibt es wirklich!) anmelden…

 

Einmal durch Møn

Nachdem wir am Campingplatz das MoMo auf Vordermann gebracht haben brechen wir Richtung Westen auf. Die restlichen Treppen müssen bis zum nächsten Mal warten.

Direkt an der Brücke von Møn nach Sjælland soll es ebenfalls einen hübschen Campingplatz geben. Den steuern wir an. Er erweist sich als Platz mit großzügigen Parzellen, wirkt aber ansonsten ein bisschen tot. Vor allem im Vergleich mit dem fröhlich-lebhaften Platz von Møns Klint. Dafür kostet er aber auch nur die Hälfte, was unser Portemonnaie mit Wohlwollen hört.

Toter Campingplatz

Tot könnte man fast sogar wörtlich nehmen. Wir stehen zunächst am Ende des Platzes neben einem schon leicht verfallendem Wohnwagen. Und wir würden uns nicht wundern, wenn am Abend die Kripo anrückte und einen schon fast verwesten Leichnam herausholte. Vielleicht schwirren deshalb so viele kleine Fliegen hier rum?

Wir finden mal lieber eine andere Parzelle, windgeschützt hinter einer Ecke. Dort richten wir uns dann häuslich ein und könnten sogar einen lauschigen Abend vor dem MoMo verbringen, wenn da nicht die doch etwas arg abgekühlte Temperatur von 17° wäre. Ein paar Grad mehr wären dann doch schön.

Spaghetti Bolognese mit Lammhack. Hmmm!

1 Antwort
  1. Monika sagte:

    Vielen Dank für eure schönen Berichte aus Dänemark. Schade, dass euch das Wetterglück auf Mons Klint ein wenig verlassen hat.
    Im Gegensatz zum verregneten Norwegen hatten wir in Dänemark Wetterglück und strahlenden Sonnenschein dort.
    Auch war der Strand breiter als bei euch und es war gar kein Problem trockenen Fußes von Treppe zu Treppe zu kommen. Freue mich auf weitere Berichte.
    Viele Grüße Moni

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