Kreide­felsen, die Zweite
31. Juli 2019

Da zieht wohl gerade mal eine Schlecht­wet­ter­front über uns hinweg. Nichts ist es mehr mit dem Dänen­sommer. In der Nacht prasselt ergie­biger Regen aufs MoMo und wir drehen uns noch zweimal um, bis das Pladdern endlich weniger wird.

Regen­wetter

Wir wägen ab: Wollen wir bei Drinnen­hock­wetter wirklich nochmal 50€ auf den Tisch legen? Egal wie schön der Platz sonst ist, die Antwort lautet Nein. Wir nutzen aber das Angebot, was mir die freund­liche Rezep­tio­nistin gestern gemacht hat. Nämlich, dass wir zwar bis 12 Uhr ausge­checkt sein müssen, aber danach problemlos noch ein Weilchen stehen dürfen. So wird’s gemacht.

Wir holen erst mal Bloggen und Tagebuch­schreiben nach und freuen uns darüber, dass es im Laufe des Tages dann doch noch mal freund­licher wird. Sogar ein bisschen Sonne traut sich durch die Wolken­decke.

Ab an die Klippen

Es wird sogar so schön, dass wir gegen drei Uhr beschließen, doch noch mal eine Spazier­wan­derung zu den Klippen zu machen. Denn es gibt hier sage und schreibe 5 Stellen, an denen man per Treppe zum Fuße der Klippen gelangt. Wir entscheiden uns für die Nördlichste, den Jydeleje Fald.

Wir stiefeln querfeldein durch den Camping­platz Richtung Straße und kommen an einem mit Disteln und Sonnen­blumen umran­deten Feldrain entlang. Sieht schön aus!

Der Weg hinüber in die Dünen ist dann gar nicht mal so weit und wir überlegen am oberen Treppen­absatz wirklich nur ganz kurz, ob wir noch mal so viele Stufen runter­gehen möchten.

Kurzes Vergnügen

Aber jetzt sind wir ja Profis. Die Treppen nehmen wir im Nu und auch am Fuße der Klippen sind wir erfahrene Wanderer. Dumm nur, dass diesmal das Ende des Weges Richtung Süden bereits nach wenigen hundert Metern gekommen ist.

Es gibt hier zwar einen “Trampel”pfad in die Kreide­felsen, um ein bisschen oberhalb des Wassers noch weiter zu kommen, aber auch hier wird es bald zu unsicher, als dass ich mein Glück überstra­pa­zieren möchte. Denn Erdrutsche sind hier anscheinend an der Tages­ordnung und da es reichlich geregnet hat, vielleicht gar nicht mal so unwahr­scheinlich.

Wir kehren also um und es kommt mir so vor, als würden wir die Treppen schon viel leicht­fü­ßiger hinauf­gehen. Noch ein paarmal und wir können uns zum Treppen­läufer-Marathon (ja, den gibt es wirklich!) anmelden…

 

Einmal durch Møn

Nachdem wir am Camping­platz das MoMo auf Vordermann gebracht haben brechen wir Richtung Westen auf. Die restlichen Treppen müssen bis zum nächsten Mal warten.

Direkt an der Brücke von Møn nach Sjælland soll es ebenfalls einen hübschen Camping­platz geben. Den steuern wir an. Er erweist sich als Platz mit großzü­gigen Parzellen, wirkt aber ansonsten ein bisschen tot. Vor allem im Vergleich mit dem fröhlich-lebhaften Platz von Møns Klint. Dafür kostet er aber auch nur die Hälfte, was unser Porte­monnaie mit Wohlwollen hört.

Toter Camping­platz

Tot könnte man fast sogar wörtlich nehmen. Wir stehen zunächst am Ende des Platzes neben einem schon leicht verfal­lendem Wohnwagen. Und wir würden uns nicht wundern, wenn am Abend die Kripo anrückte und einen schon fast verwesten Leichnam heraus­holte. Vielleicht schwirren deshalb so viele kleine Fliegen hier rum?

Wir finden mal lieber eine andere Parzelle, windge­schützt hinter einer Ecke. Dort richten wir uns dann häuslich ein und könnten sogar einen lauschigen Abend vor dem MoMo verbringen, wenn da nicht die doch etwas arg abgekühlte Tempe­ratur von 17° wäre. Ein paar Grad mehr wären dann doch schön.

Spaghetti Bolognese mit Lammhack. Hmmm!

1 Kommentar

  1. Vielen Dank für eure schönen Berichte aus Dänemark. Schade, dass euch das Wetter­glück auf Mons Klint ein wenig verlassen hat.
    Im Gegensatz zum verreg­neten Norwegen hatten wir in Dänemark Wetter­glück und strah­lenden Sonnen­schein dort.
    Auch war der Strand breiter als bei euch und es war gar kein Problem trockenen Fußes von Treppe zu Treppe zu kommen. Freue mich auf weitere Berichte.
    Viele Grüße Moni

    Antworten

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