Strandfarm
15. Mai 2019

Da die Bedin­gungen für eine schöne Sonnen­auf­gangs­stimmung gut sind, stelle ich mir den Wecker. Aber das Schlechte an Schottland ist die nördliche Lage. 4.30 Uhr ist einfach nicht meine Zeit…

Dafür herrscht aber eine wunderbar fried­liche Morgen­stimmung und ich habe den Strand ganz für mich alleine. Also kann ich vor mich hin fotogra­fieren und bei den langen Belich­tungs­zeiten habe ich auch genügend Zeit, einfach diese feine Landschaft auf mich wirken zu lassen.

Geilomat 2000

Zum draußen Frühstücken ist uns heute der Wind dann doch eine Nummer zu kühl. Im Laufe des Vormittags verlassen dann fast alle anderen Womos eins nach dem anderen den Platz, bis wir schließlich ganz alleine in unserer Ecke stehen.

Zeit für den Auftritt von Geilomat 2000. So tauft Annette den jungen Schäfer­hun­d/­Bor­der­collie-Mischling, der hier herum­streunt. Bildhübsch, aber auch sehr aufdringlich. So aufdringlich, dass er ernsthaft versucht, unsere alte Lady Mia zu besteigen und von Annette erst mal in die Schranken gewiesen werden muss. Trotzdem kommt er immer wieder zurück und äußert Interesse.…

Strand­im­pres­sionen

Bevor wir abfahren, gehen wir noch einmal den Strand auf und ab. Es gibt hier neben Seetang und Blümchen auch hauch­dünne, glitzernde Schie­fer­plättchen, die sich offen­sichtlich von den Steinen abgelöst haben. Sehr hübsch und feder­leicht.

Bauernhof mit Aussicht

Unser Plan sieht die Überfahrt nach Iona vor, der heiligen Insel westlich von Mulls Südwest­küste. Aber in Fhionn­phort, dem Hafenörtchen, biegen wir dann erst mal zur Fidden Farm ab, da es dort einen Camping­platz auf dem Bauernhof geben soll, der direkt am Sandstrand liegt. Und das hört sich so gut an, dass wir das mal auskund­schaften wollen, bevor wir zur Insel übersetzen.

Als wir den Weg zur Farm befahren, wissen wir schon, dass wir dort bleiben werden. Auf einem großen Areal kann man sich selber einen Stell­platz aussuchen und hat dann einen Ausblick auf Strand, Meer und Iona. Hat was! Und als wir dann noch einen Platz zwischen zwei anderen Womos sehen, der definitiv kein Kuschel­camp­platz ist, ist die Entscheidung gefallen: Der ist es und hier können wir gut bleiben. Der Insel­besuch läuft uns nicht weg. Heute wird ein Relaxtag.

Lovely neigh­bours

Am Nachmittag kehrt das ältere Pärchen zum Womo neben uns zurück. Und wie das hier in Schottland so ist, kommt man wieder sehr leicht ins Gespräch. Und Christine und Doug erweisen sich als ausge­sprochen geist­reiche, witzige und großzügige Nachbarn.

Lecker!!!

Sie haben die von uns für morgen gebuchte Tour zur Puffin- und Vulkan­stein­insel Staffa bereits hinter sich und schwärmen begeistert davon. Und als Annette meine mögliche Seekrankheit ins Spiel bringt, eilt Doug zu seinem Womo, um mir seine Seekrank­heits­ta­bletten zu holen, die super wirken sollen. Und wenig später stehen noch Bierchen und Oliven auf dem Tisch und wir tauschen uns über unsere Reiserleb­nisse aus. Die beiden haben auf ihren Reisen insgesamt schon 26 Wochen in Schottland verbracht und seien immer noch nicht fertig. Wir kriegen aber ein paar Tipps, die wir bestimmt noch gut brauchen können.

Let the good times roll

Den restlichen Nachmittag verbringen wir vergleichs­weise faul mit Lesen, Gassi­gehen und Fotogra­fieren. Bis Annette sich dann abends in die Küche schwingt und mit dem Puff Pastry (kein Puffreis, sondern Blätterteig) eine leckere Quiche mit Möhren, Paprika und Feta zaubert.

Und nach dem Essen laden wir Chris und Doug auf ein Gläschen Wein ein und können mit jedem Schlückchen wieder ein bisschen besser Englisch. Und spätestens als Doug und ich bei einer Verkostung des Whiskys aus der Insel­haupt­stadt Tobermory feststellen, dass wir beide besonders die Whiskys von der südlicher gelegenen Insel Islay (und ich lerne: gesprochen: Eila) mögen, ist uns mal wieder klar: Freunde kann man überall finden.

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