Zwischen Beaujolais und Bourgogne
22. März 2019

Unseren weiteren Reise­verlauf planen wir zur Abwechslung mal mit der guten alten Landkarte. Denn dort gibt es immer die schönen „grünen“ landschaftlich schönen Strecken. Und im Beaujolais gibt es viele davon.

Wir fahren daher zum Aussichts­punkt mit dem vielver­spre­chenden Namen La Terrasse. Und die Terrasse hält, was sie verspricht. Hier muss ein wirklich toller Aussicht­punkt sein — wenn es nicht so diesig ist. Bei uns verschwindet alles, was ein paar Kilometer entfernt ist, schon im Dunst. Bei Fernsicht soll sogar der Montblanc sichtbar sein!

Ins Hinterland

Wir fahren weiter ins Hinterland des Beaujolais und landen in der Bourgogne. Zunächst mal eine gänzlich andere Szenerie. Weniger Weinberge, mehr so wie das Alpen­vorland. Aber daher dann auch schön.

Wir beschließen, im Ort Cluny mit seiner bekannten Abtei eine Mittags­pause einzu­legen. Und neben der Abtei finden wir im La Halte de L‘Abbaye wieder ein Mittagsmenu vor. Muss getestet werden!

Im Vergleich zu gestern ist das Essen deutlich rusti­kaler und „normaler“. Alles von durchaus guter Qualität, aber ohne, dass es einem länger im Gedächtnis bleiben wird. Dafür das große Plus, dass wir einen Platz an der frischen Luft kriegen und mit den Hunden einkehren können. Und draußen essen zu können ist Mitte März ja fast auch schon ein Stück Luxus.

Perfekter Frühling

Überhaupt ist es perfektes Frühlings­wetter. Was man auf eine Weise auch in der allge­meinen Stimmung im Ort merkt. Alle wirken irgendwie befreit.

Nachdem wir noch ein paar Vorräte in Boulan­gerie und Boucherie aufge­füllt haben müssen wir dann doch noch mal Kilometer fressen. Aber das macht bei dem Wetter und auf den größten­teils wenig befah­renen Straßen durch die leicht hügelige Landschaft der südlichen Bourgogne nichts aus.

Und ab Chalon sur Saône wird es richtig entspannt, da wir uns das stress­freie Fahren auf der Autobahn gönnen. Tempomat auf 100, laufen lassen, fertig.

Aussichts­balkon

Da wir uns unterwegs eine Kaffee­pause gegönnt haben, sind wir für den Sonnen­un­tergang leider ein bisschen zu spät, als wir an unserem sensa­tio­nellen Freisteh­platz in Soulau­court-sur-Mouzon ankommen. Neben der Ruine von Mothe, die auf einer statt­lichen Anhöhe liegt, gibt es einen Platz mit fantas­ti­scher Weitsicht — menschenleer. Welch schöner Ort für unsere letzte Nacht in Frank­reich!

2 Kommentare

  1. Hallo Ihr Beiden,
    Es war eine Freude wieder von Euch zu lesen. Durch euren Reise­be­richt freue ich mich um so mehr auf meine Frank­reich­reise Ende März.
    Die Bilder und einla­denden Berichte sind einzig­artig. Danke fürs mitnehmen.
    Herzliche Grüße
    Sabine
    PS Ich war zwischen­zeitlich doch sehr besorgt um euch… so lange nichts zu lesen. Zum glück ward ihr ja unterwegs. Ich habe immer wieder reingeschaut…trotz Abo.

    Antworten
    • Hallo Sabine!

      Ui, was für ein nettes Lob! Da werde ich ja glatt tomatenrot! Danke­schön!

      Ja, es gab aus persön­lichen Gründen eine längere Auszeit — deswegen auch der große Nachhol­bedarf im vergan­genen Monat. Also keine Sorge — das Abo funktio­niert noch und es wird in den kommenden Wochen auch wieder einen Livebe­richt aus Schottland geben. Wir freuen uns sehr!

      Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Provence Frühling 2019
Gemüt­liche Rückreise

Gemüt­liche Rückreise

Wettermäßig müssen wir uns um nichts kümmern. Es scheint einfach immer die Sonne. Was ein Luxus! Annette hatte die gute Idee, dass wir vor der Abfahrt doch noch eine kürzere Wanderung machen könnten. Vom Rochers de Castelviel soll man einen schönen Ausblick auf das...

Adieu, Provence

Adieu, Provence

Schon unser letzter Tag in der Provence! Daher versorgen wir uns im lokalen Delikatessengeschäft von Jean Martin noch mal mit leckerem Proviant für Zuhause. Und den Einkaufstrip setzen wir in St.-Remy-de-Provence fort. Dort ist nämlich Markttag. Auf dem Markt Und in...

Rund um Les Baux

Rund um Les Baux

Als wir vormittags in der Vorbereitung für unsere heutige Wanderung nach Les-Baux sind, spricht uns eine deutsche Campingplatz-Nachbarin an. Wir sollten besser mal auf unsere Wertsachen achten. Ihnen sei gestern Abend das Womo ausgeräumt worden, als sie eine...

Mistraltag

Mistraltag

Da sind wir aber durchgerüttelt worden! Der am späten Abend einsetzende Mistral zerrt am MoMo und verschafft uns eine eher unruhige Nacht. Und als wir nach dem Frühstück bei strahlendem Sonnenschein hinausgehen, wissen wir auch, warum der Mistral so berüchtigt ist....

Jetzt hinein gehen sie in Parkplatz

Jetzt hinein gehen sie in Parkplatz

Noch ganz beseelt vom tollen Sonnenuntergang habe ich mir den Wecker gestellt. Wenn der Untergang so fantastisch war, ist es der Sonnenaufgang sicherlich auch. Naja, nicht immer. Denn es ist bewölkt. Und frisch. Ich raffe mich trotzdem auf - in meinem Kopf mache ich...

Verdop­pelter Wandertag

Verdop­pelter Wandertag

Wir gucken aus dem Fenster und es sieht fantastisch aus. Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein. Aber einen Haken hat die Sache dann doch. Der Wind. Der ist nämlich frisch bis stürmisch und macht die ganze Sache dann doch so kühl, dass man sich für draußen auf jeden...

Kloster und Camargue

Kloster und Camargue

Da capo! Weil das Fotografieren beim Sonnenuntergang so einen Spaß gemacht hat, kann ich das jetzt beim Sonnenaufgang doch gleich noch mal wiederholen. Und der Himmel lässt sich auch morgens nicht lumpen! Danach schalten wir aber ein paar Gänge runter und verbringen...

Flucht ins Warme

Flucht ins Warme

Im Februar wurden wir zuhause bereits mit frühlingshaften Temperaturen verwöhnt - dass es dann wieder üsselig kalt und feucht wird, gefällt uns gar nicht. Also werfen wir in gewohnter Manier alle bisherigen Pläne über den Haufen, gucken in der Wetter-App nach warmen...