Adieu, Provence
20. März 2019

Schon unser letzter Tag in der Provence! Daher versorgen wir uns im lokalen Delika­tes­sen­ge­schäft von Jean Martin noch mal mit leckerem Proviant für Zuhause. Und den Einkauf­strip setzen wir in St.-Remy-de-Provence fort. Dort ist nämlich Markttag.

Auf dem Markt

Und in Frank­reich lässt es sich immer ganz wunderbar auf dem Markt probieren und einkaufen. Also wandern Oliven, Käse, Maccarons, Tapenade und mehrere Mini-Quiches in unsere Einkaufs­tasche. Mjam!

Ein beson­derer Renner ist ein asiati­scher Stand, vor dem sich eine regel­rechte Schlange gebildet hat — da können die anderen Markt­be­schicker nur neidisch gucken.

Aber auch sonst gefällt es uns in St. Remy richtig gut. Genau die Art von kleiner Stadt, wie wir sie in Frank­reich mögen. Alleine schon die kleinen Details an den indivi­du­ellen Läden sind es wert, beachtet zu werden. Wenn man da an die unifor­mierten oder gleich komplett leerste­henden Läden Zuhause denkt!

Idyll am See

Kurz hinter St. Remy finden wir einen erstklas­sigen Picknickstop an der Straße nach Maillane. Ein kleiner See, geschützt durch eine wirklich übel verschlag­lö­cherte Straße. Aber wenn man die erst mal geschafft hat (es sind nur ein paar hundert Meter) wird es richtig gut. Denn es gibt ein paar Beton-Picknick­tische direkt am See und es herrscht eine unglaublich friedlich-sonnige Stimmung über dem Platz, der offen­sichtlich nur von einer Handvoll Einhei­mi­scher für eine Mittags­pause besucht wird.

Wir packen einen Großteil unserer Einkäufe auf den Tisch und schlemmen mit Blick auf den See, dessen Umgebung schon mehr als zartes Frühlingsgrün trägt. Da passt dann das Glocken­ge­bimmel einer Schaf­herde wie das Tüpfelchen aufs i.

Die Schafe, ergänzt durch eine ebenso große Ziegen­herde, kommen uns dann sogar besuchen. Inter­es­siert und wenig respektvoll kommen sie auch den Hunden reichlich nahe. Mia inter­es­siert das aber herzlich wenig und Elli hält brav die Stellung und passt aufmerksam aufs Frauchen auf. Und da die Ziegen ihr nichts tun, tut sie denen auch nichts. Nicht mal einen prophy­lak­ti­schen Beller. So einfach kann es sein!

Au revoir et bienvenue

Da wir aber die Rückreise einläuten wollen, muss das MoMo sich noch mal bewegen. Wir verlassen die Provence mit leichtem Wehmut (eine Woche ist nun wirklich bei weitem nicht genug Zeit für diesen schönen Flecken Erde) und trösten uns mit einem Lieblingsort aus dem Sommer 2017: Aiguèze, das mittel­al­ter­liche Dorf oberhalb der Ardèche.

Wir finden den Stell­platz oberhalb des Dorfes leicht verändert vor. Es kostet jetzt 5€ und der Platz ist mit großen Stein­klopsen vom PKW-Bereich abgetrennt. Was bedeutet, dass „unser“ Platz vom letzten Mal jetzt unerreichbar im PKW-Bereich liegt. Ist aber gar nicht so schlimm, denn wir finden einen noch besseren Platz mit Logen­blick auf das Dorf. Sehr schön!

Ausge­stor­benes Nest

Als wir dann durch Aiguèze gehen, kommen wir uns vor wie in einem geschlos­senem Freilicht­museum. Es ist alles da, einzig die Leute fehlen. Wir fotogra­fieren auch diesmal gerne die schönen, kleinen Details und haben sogar das Glück, dass wenigstens das Café geöffnet hat. Und mit einem Pastis läuten wir dann den begin­nenden Abend ein und genießen, das wenigstens das Licht warm ist. Ansonsten gilt nämlich auch hier: kalter Wind, dicke Jacke.

Wie schön, dass man es sich dann im MoMo gemütlich machen kann!

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