Stadttag
20. Oktober 2018

Der Herbst ist jetzt wirklich nicht mehr zu leugnen. Die Nacht war kalt, der Morgen zunächst sonnig, aber dann wird es immer bewölkter und die Tempe­ra­turen bleiben irgendwie an der 10°-Grenze hängen. Wir packen uns entspre­chend ein und schwingen uns auf die Räder, um in die Stadt zu fahren.

Wie man sehen kann, hat Waren die Tourismus-Chancen der Wende voll genutzt und hat wirklich eine voll ausge­baute touris­tische Infra­struktur. Und gebaut wird immer noch an vielen Ecken. Das sieht alles sehr adrett aus!

Fisch­brötchen reloaded

Kurz bevor wir den Ort erreichen gibt es eine Werbe­tafel für eine Fischbude. Und wir haben Lust. Nach dem Bolten­ha­gener Fisch­brötchen-Debakel waren wir etwas skeptisch, im Osten noch mal eines zu probieren. Aber die Müritz­fi­scher katapul­tieren die Ehre des Ostens mal eben auf Platz 1. Sagt zumindest Annette, die geräu­cherten Wels auf ihr Brötchen bekommt. Und auch mein klassi­sches Backfisch­brötchen schmeckt lecker.

Im Fahrrad­ge­schäft um die Ecke frage ich vergeblich nach einem neuen Ketten­schutz für mein Rad, da der alte beim Sturz das Zeitliche gesegnet hat. Dafür bekommt Annette einen neuen, deutlich beque­meren Sattel, der dann auch noch auf die richtige Höhe einge­stellt wird. Anschließend schnacken wir noch nett mit dem Eigen­tümer, der ein bisschen von seinem Werdegang nach der Wende berichtet. Schon spannend, wenn man sieht, was sich hier in den letzten 30 Jahren getan hat!

Stadt­bummel mit ohne Torte

Anschließend bummeln wir durch die Stadt, wärmen uns mal in diesem, mal in jenem Geschäft auf und kriegen frühen Kuchen­hunger. Und als wir am vielge­lobten Tortenhus ankommen, ist der Laden um halb zwei schon voll. Man möge bitte warten, bis man platziert wird. Der Laden brummt! In der Schlange unter­halten wir uns mit zwei netten Frauen, die ihre Alter­na­tiven durch­gehen und auf das tetè a tee kommen. Wir beschließen, dort mal unser Glück zu probieren und versprechen, uns zu melden, wenn es dort leerer sei.

Aber dort angekommen ist es auch rappelvoll — was ist denn hier los? Aber der freund­liche Chef besorgt uns einen Platz am Tisch eines anderen Paares — wir nehmen dankbar an. Und es lohnt sich doppelt, denn neben dem gemüt­lichen Ambiente mit indivi­duell bezogenen Sesselchen gibt es auch leckeren Kuchen und freund­liches Personal. Und es sei, wie die Frau am Tisch uns erzählt, auch viel gemüt­licher und leiser in den Räumlich­keiten. Nehmen wir gerne mit!

Gemüt­licher Nachmittag

Nach einem Einkauf zum Vorräte auffüllen begeben wir uns zurück zum MoMo, wo wir schon sehnsüchtig von den Hundis erwartet werden. Annette geht erst mal eine üppige Runde mit ihnen spazieren während ich versuche, in der Sonne zu faulenzen. Aber mit dem Sonnen­schein ist es heute leider schnell wieder vorbei und es wird kühl. Herbst!

Nachdem wir dann noch gemeinsam einen schönen Sonnen­un­tergang am Seeufer genossen haben, gibt es ein köstliches Abend­essen und dann noch einen Spiele­abend — haben wir auch ewig nicht gemacht!

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