Unter Wölfen
19. Oktober 2018

Wir verbrin­gen eine ausge­spro­chen ruhige Nacht auf dem Parkplatz des Wildparks. Keine Spur von Wolfs­ge­heul oder brüns­ti­gen Hirschen. Schade eigent­lich. Aber kalt ist es gewor­den! Das Thermo­me­ter zeigt für draußen nur noch 2° an. Da muss man die Heizung dann doch mal ordent­lich aufdre­hen!

So ein schöner Park

Dann geht es los in den Tierpark. Nur mit Elli. Mia hat einmal die Nase in die Kälte gesteckt, ihr Geschäft verrich­tet und dann ihren kusche­li­gen Platz im MoMo wieder einge­nom­men.

Und für Elli ist es das Abenteuer ihres Lebens. Fische! Meerschwein­chen! Hühner! Frett­chen! Bei letzte­ren gucken wir bei der Fütte­rung zu und Elli wird für ihr braves Verhal­ten sogar mit einem Stück­chen Fleisch belohnt. Und die Tierpfle­ge­rin ist anschlie­ßend Freun­din Nummer 1.

Wir sind vom Tierpark und seinem Konzept wirklich angetan. Gar nicht mal so viele Tiere. Aber für diese gibt es vergleichs­weise riesige Areale in denen sie sich aufhal­ten können und doch reich­lich artge­recht leben können. Futter­ser­vice inklu­sive.

Ausge­spro­chen cool finden wir die Idee der Raubtier-WG, wo Wölfe und Bären in einem Gehege zusam­men leben und sich gekonnt ignorie­ren. Das sieht schon prickelnd aus, wenn drei Wölfe in ihrem elegant schwe­ben­den Gang an einem entspannt dösen­den Bären vorbei ziehen!

Beson­ders beein­druckt sind wir auch davon, dass man mit Hund (natür­lich angeleint) fast überall hindarf — nur bei den Wölfen müssen die Hunde reich­lich Abstand halten. Aber selbst im Freige­hege mit dem Damwild dürfen die Vierbei­ner mit rein — und es klappt wunder­bar.

Ledig­lich zum Fotogra­fie­ren ist es nicht so ganz optimal, weil der Park zum größten Teil in einem Wäldchen mit sehr hoch gewach­se­nen Kiefern angelegt ist. Zum Durch­lau­fen und für die Tiere bestimmt super, zum Fotogra­fie­ren aber böse, da es dauernd zu dunkel ist.

Auf zum Müritz­see

Als wir am frühen Nachmit­tag alles wegge­guckt haben geht es weiter zum östli­chen Endpunkt unserer Reise: in den Natio­nal­park Müritz.

In unserer ACSI-App habe ich den Camping­platz Ecktan­nen gefun­den, der südlich von Waren am Müritz­see liegt. Ein riesi­ges Areal mit verschie­de­nen Teilbe­rei­chen, von denen einige schon im Winter­schlaf sind und nicht mehr benutzt werden sollen. Wir orien­tie­ren uns erst mal grob und finden dann einen Platz, an dem man noch die restli­che Nachmit­tags­sonne genie­ßen kann.

Erst als wir später an den Zugang zum See gehen, sehen wir noch andere schöne Plätze, die Annette wegen ihres Seeblicks natür­lich viel besser gefal­len. Aber für einen nochma­li­gen Umzug fehlt uns dann doch das entschei­dende Argument für „so viel besser“.

Nachdem wir Seeufer und Camping­platz noch mal zu Fuß erkun­det haben, sind wir uns sicher, dass wir hier in der Region dann auch die letzten Reise­tage verbrin­gen werden. Das wird gut!

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