Fisch und Bonbons
11. Oktober 2018

Heute brechen wir unsere Zelte in Langbal­ligau ab und fahren ein Stückchen weiter.

In einem Reise­führer hatten wir vom Hofladen in Hüsfeld gelesen, der ganz in der Nähe liegt. Die Mischung aus spani­schen und norddeut­schen Spezia­li­täten hört sich spannend an. Und in dem Lädchen gibt es vieles Leckeres und auch geschmack­volle Töpfer­sachen, die wir aber heldenhaft nicht kaufen, obwohl sie schön sind. Man kann einfach nicht alles kaufen, was einem gefällt…

Die Fahrt durch die sonnige Herbst­land­schaft ist ein Traum — alles glänzt in warmen goldenen Tönen. In Kappeln werden wir an der hochge­zo­genen Schlei­brücke kurz aufge­halten, können aber ansonsten problemlos zu unserem Mittagsstop in Eckern­förde gelangen.

Dort gibt es als Beson­derheit nicht nur einen angeblich sehr guten Womo-Stell­platz (haben wir aber nicht besichtigt), sondern sogar einen Kurzzeit-Womo-Parkplatz, mit angenehm breiten Parklücken. Auch mal schön!

Unser Weg führt uns zunächst mal an den Strand mit einem Steg, der ins Meer führt und für Elli offen­sichtlich sehr unheimlich ist, da man zwischen den Bohlen immer schön das Meer unter sich sehen kann. Aber eine schöne Aussicht auf die Eckern­förder Bucht hat man von hier!

FischZeit

Unser Mittag­essen wird auch heute wieder ein Fisch­brötchen. Wir sind echt auf den Geschmack gekommen! Die besten soll es laut TripAd­visor bei FischZeit geben. Und wir sind zumindest schon mal von der Freund­lichkeit der Bedienung absolut begeistert. Denn hier bekommen sogar Hunde eine Fisch­fri­ka­delle „aufs Haus“. Elli kann ihr Glück gar nicht fassen…!

Aber auch unsere Fisch­brötchen munden gar köstlich. Ich frage nach, was die Fisch­sol­janka denn für eine Art Suppe sei. Nach dem Schwärmen der Chefin von ihrer eigenen Suppe bestellen wir mal auf gut Glück für uns beide. Und werden nicht enttäuscht — eine sehr würzige, papri­ka­lastige Suppe mit Creme fraiche und großen Fisch­stückchen vom Wels und winzigen Krabben. Anders als meine bishe­rigen Lieblings­suppen aber definitiv lecker!

Wir werden wieder­kommen!

Bummel

Eckern­förde hat eine beein­dru­ckend lange Fußgän­gerzone mit einem undefi­nier­baren 80er-Charme. Nicht wirklich schlimm, aber auch nicht wirklich einladend oder gar mondän. Nachdem wir schon im Hofladen von den irrsin­nigen Immobi­li­en­preisen in der Region gehört haben, können wir das hier im Aushang der Banken und Makler bestätigt sehen. Da kann man auch gerne mal 1,5 Millionen ausgeben…

Bonbon-Heaven

Als wir schon fast am Hafen angekommen sind, zieht uns der Duft aus der Bonbon­ko­cherei magisch an. Es gibt ein launig kommen­tiertes Showkochen der Bonbons und wir füllen uns ein Säckchen mit einem Sammel­surium der Bonbons, die uns anlachen. Leider sind das mehr als gut für uns (und die Reise­kasse) sind. Aber als wir nachher Kokos-Krokant und Salmi­ak­fondant Vollmilch schnagern sind wir überzeugt, das Geld gut angelegt zu haben und bereuen schon, die Tüten nicht üppiger gefüllt zu haben. Dicke Empfehlung!

Stinke­leuchtturm

Unser Tagesziel ist das Schwe­deneck. Wie könnten wir auch an einem Ziel mit diesem Namen vorbei­fahren?! Am dortigen Bülker Leuchtturm gibt es sogar extra Womopark­plätze. Wir speku­lieren mal drauf, dass wir im Oktober da noch ein Plätzchen kriegen werden. Und tatsächlich ist es kein Problem, dort einen Stell­platz zu finden, obwohl es „nur“ 10 Plätze gibt. Etwas kurios ist die Parkre­gelung, dass man nachts kostenlos dort stehen darf, aber tagsüber bezahlen soll. Naja, jeder so wie er mag.

Nachdem wir uns im Leucht­turmcafe mit einem Bierchen gestärkt haben, erkunden wir die Umgebung. Und stellen fest, dass der leicht strenge Geruch in der Luft sicherlich durch die vielen Algen am Strand erzeugt wird, aber vielleicht auch dem Klärwerk der Region zu verdanken ist, das direkt nebenan ist… Aber nach einiger Zeit nimmt man den Geruch gar nicht mehr so sehr wahr, so dass wir beschließen, doch die Nacht hier zu verbringen.

Nur das Sonnen­un­ter­gangs­spek­takel macht heute, bei diesem makellos blauen Himmel, einfach mal Verschnauf­pause.

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