Strandtag ohne Strand
9. August 2018

Nach dem gestern doch etwas beschei­denen Wetter erwartet uns nach dem Aufstehen absolutes Pracht­wetter. Blauer Himmel, kleine Schäf­chen­wölkchen, warm.

Und so starten wir mit einem Hafen­früh­stück in den Tag und überlegen kurz, dass wir doch eigentlich noch ein bisschen bleiben können. Annette hatte schließlich gestern auf unserer Insel­runde noch einen regel­rechten Badestrand entdeckt. Wir packen also die Badesachen und machen uns in Richtung Strand auf.

Was uns erst kurz vor der Ankunft einfällt: Da war doch was mit Hunden! Ach ja, richtig — Hunde dürfen sowieso nur angeleint sein, aber an Stränden sind sie (so inter­pre­tieren wir den Aushang) katego­risch verboten. Also muss ein Plan B her und der sieht dann so aus: Im Gras kann man die Picknick­decke genau so gut auslegen. Und ins Wasser geht es von dort ebenso gut. Können wir mit leben.

Also genießen wir die Aussicht auf den Strand und die Nachbar­insel Rörö und lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen.

Und weil es so schön ist, verwerfen wir unseren Plan, am Nachmittag eine Insel weiter zu fahren, sondern sparen uns Rörö für den nächsten Insel­besuch auf — denn der kommt garan­tiert! So eine Insel hat einfach eine unglaublich entspan­nende Wirkung auf einen. Und Hyppeln gleich dreimal, denn außer dem ICA und einem Restaurant gibt es hier wirklich nichts, was einen großartig aufregen könnte.

Apropos Restaurant: Kaum haben wir unsere Entscheidung getroffen, sieht Annette, dass das Restaurant (mit der angeblich so tollen Fisch­suppe) heute geöffnet hat! Aber es ist doch noch gar kein Wochenende? Ich spreche die nette Besit­zerin an, die gerade noch alles vorbe­reitet. Ja, sie hätte das eigentlich nicht geplant und sie hätte auch kein Personal für den Service, aber das Wetter sei doch so schön und sie würde es halt mal probieren. Großartig! Und ja, ihre Fisch­suppe sei „the best“. Jam!

Frohgemut lösen wir das Stell­platz­ticket für eine weitere Nacht und kaufen im süßen, kleinen ICA wichtige Grund­nah­rungs­mittel ein: Eis, Gurke und Teilchen.

Und mein Salmiakki-Eis ist dann wirklich ein Highlight — wer gerne Lakritz isst sollte das unbedingt mal probieren. Fast so gut wie das Lakritzeis von Conti in Wuppertal!

Den restlichen Tag verbringen wir dann auf unserem Logen­platz im Hafen und gucken zu, wie ein Boot nach dem anderen den Anlege­platz gegenüber verlässt — für morgen gibt es nämlich eine Sturm­warnung für das Gebiet…

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Annette merkt an, dass das Restaurant auf einmal wieder so verschlossen aussehe. Oh nein! Ich forsche nach und kriege die Antwort, dass die Chefin wohl plötzlich heftiges Nasen­bluten bekommen habe und daraufhin ihren Plan wieder gecancelt habe. Fisch­suppe adé…

Aber immerhin gibt es erstklas­sigen Ersatz. Annette zaubert leckere Pasta mit Tomaten-Gorgonzola-Sauce, was den schlimmsten Schmerz bei mir lindert. Auch wieder ein Grund, noch mal wieder zu kommen!

Abends drehen wir noch mal unsere Insel­runde. Und wie das dann so ist: Gestern nichts erwartet und dann doch schöne Fotos gemacht. Heute, nach dem tollen Sonnentag freue ich mich auf den Sonnen­un­tergang, welcher dann mangels Sonne ziemlich bescheiden ausfällt.

Dafür kann ich mich aber noch mal an dem tollen gespal­tenen Fels abarbeiten. Auch was!

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