Wer B sagt, muss auch Ah! sagen

Wir setzen also unseren Plan B in die Tat um. Es geht nach Norwegen!

Etwas wehmütig, aber gleichzeitig gespannt auf alles, was uns Norwegen wieder an grandiosen Erlebnissen bescheren wird, brechen wir auf.

Im Tante-Emma-Laden kurz vor der Gränse (ich liebe es, wie ähnlich sich deutsch und schwedisch manchmal sind!) machen wir kurz Halt, um die Vorräte aufzufrischen, sind dann aber vom doch sehr übersichtlichen Angebot sehr ernüchtert. Und der versprochene Systembolaget bedeutet Schwachbier und nichtmal unsere Pfanddosen werden wir hier los. Immerhin können wir sie für einen guten Zweck spenden, indem wir sie in die Tonne des örtlichen Vereins werfen, der sie beizeiten einlösen wird.

Die Landschaft wirkt hier im Grenzgebiet teilweise schon kanadisch. Jede Menge Bäume, ein breiter Fluss, viel Landschaft.

Norwegen heißt uns dann mit dem gewohnten gelben Mittelstreifen willkommen – ansonsten könnte man fast verpassen, dass wir uns in einem anderen Land befinden. Stück für Stück zunächst mal wieder Richtung Oslo und damit auch Richtung Zivilisation. Viel Landwirtschaft, viel Verkehr!

Als wir unterwegs an einer Kirche eine kurze Pause eingelegen, finde ich per Google Maps unser Ziel für ein ausgiebiges Mittagspäuschen: Die Kirchenruine von Nes, idyllisch gelegen direkt oberhalb des Zusammenflusses von Glomma und Vorma.

Der Weg dorthin ist schotterig eng und gleichzeitig ein guter Härtetest für unser provisorisch befestigtes Regalbrett: Alles fest!

Und der Platz an der Ruine könnte auch glatt ein netter Stellplatz für die Nacht sein, wenn man damit leben kann, dass ein Schlagbaum die Ruine von 23-7 Uhr versperrt.

Wir machen lieber eine Kaffeepause mit kleinem Nickerchen im Kirchgarten und müssen uns allen Ernstes schnell einen Schattenplatz suchen, weil es in der Sonne einfach zu heiß ist. Auch hier: Temperaturen um die 30°!

Der Boden ist so ausgetrocknet, dass sich Risse gebildet haben – aber wir sind hier doch in Nor-we-gen! Was ist denn hier los?

Unser Weg führt uns weiter Richtung Randsfjord, wo wir mal wieder Bekanntschaft mit ellenlangen Tunneln machen und den sonnigsten Blick auf den Fjord genießen dürfen.

An der Badebucht in Hornslinna machen wir Rast und gucken uns das Treiben am Strand an. Es weht ein herrlich kühlender Wind, der so manchen fetten Sonnenbrand erklärt – man merkt einfach nicht, wie sehr die Sonne knallt!

Unser Zielpunkt für heute liegt im Etnedalen, durch das sich das Flüsschen Etna schlängelt. Am Rastplatz Sandmovegen kann man sich unterhalb des Rastplatzes an den Fluss stellen und hat einen richtig feinen Stellplatz mit Flussrauschen inklusive.

Noch besser ist aber der natürliche kleine Badeplatz mit seinen Minikaskaden nebenan. Wir steigen hinab und sind begeistert von der Erfrischung, der Aussicht und dem sanft strömemden Wasser im Fluss.

Während Annette sich in den Bikini schmeisst, spiele ich mit meinem neuesten Fotospielzeug rum. Mit dem Selfiestick und dem wasserdichten iPhone lassen sich schon ziemlich schräge Sachen veranstalten!

Und weil es so schön war, begebe ich mich abends dann erneut an die Kaskaden – nur diesmal mit der dicken Kamera. Und das macht dann auf ganz andere Art und Weise Spaß.

So kann es mit Norwegen gerne weiter gehen!

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