Sonnenradeln

Der Wetterbericht hat nicht gelogen. Der Himmel strahlt blau und es ist tatsächlich schon früh so sonnig warm, dass wir uns trotz der kalten Nacht gerne zum Frühstücken vor das MoMo setzen.

Wir genießen diesen sommerlichen Start in den Tag sehr. Wenn das die ganze Woche über so weiter geht, haben wir mal wieder alles richtig gemacht. Die Strapazen der langen Anreise sind quasi schon wieder vergessen.

Ab aufs Rad

Gegen Mittag mache ich dann aber doch mal die Räder fertig, so dass wir auf Inselerkundung gehen können. Mal gucken, wie fahrradfreundlich das hier ist.

Um es kurz zu machen: Sehr! Es gibt immer einen Extrastreifen Radweg und auch die Autofahrer überholen sehr zivil.

Der Weg riecht überall nach Kiefern und links und rechts zweigt immer mal wieder ein Weg zu einem Ferienhaus ab. Man könnte meinen, dass Dänemark eigentlich nur aus Ferienhäusern besteht oder dass zumindest jeder Däne ein Ferienhaus zusätzlich am Meer stehen hat.

Lego-Kirche

Am Inlandsverbindungsweg Småfolksvej entlang stoßen wir schließlich wieder auf eine der Hauptstraßen der Insel Richtung Havneby.

Schon bald kommen wir an der Rømøer Kirche vorbei, die irgendwie aussieht, als hätte man mit ein paar Legosteinen, die noch übrig waren, eine Kirche gebaut und anschließend weiß verputzt. Schnuckelig.

Innen drin fällt einem sofort die für eine Kirche unglaublich niedrige Decke auf – sieht mehr wie ein Altbau als wie eine Kirche aus!

Ansonsten wirkt sie eher evangelisch schlicht und das aufgehängte Schiff macht deutlich, dass wir uns hier am Meer befinden. Sehr nett sind auch die frischen Blümchen die in einem kleinen Röhrchen an jeder Bankreihe angebracht sind.

Fischsuppe

Schon bald darauf sind wir am südlichen Ende der Insel in Havneby angelangt. Dort gibt es natürlich auch Fischbuden und wir entscheiden uns für eine Rast in Holms Roegeri – die Terrasse vor dem Restaurant sieht zu verlockend aus!

Und wir nehmen beide eine Fischsuppe, die sich diesmal in rot, aber mit viel Einlage präsentiert.

Und anschließend sichten wir schon mal in der Räucherei, was wir uns vielleicht morgen in den Kühlschrank packen werden.

Auf den Berg

Gut gestärkt radeln wir also weiter Richtung Inland. Wir machen am Sønderbyvej einen kleinen Zwischenstopp an einem kuriosen Haus, was ein Zwischending zwischen Künstlerhaus, Museum und Trödel ist. Herrlich bekloppt!

Anschließend besteigen wir den vielleicht höchsten Berg Rømøs: stattliche 18m hoch ist der Stagebjerg! Und man hat tatsächlich schon eine ganz ordentliche Aussicht von hier oben! Aber das Beste: Kein Mensch verirrt sich hier hin – wir haben die Bank hier oben ganz für uns alleine. Fein!

Trödelcafe

Nach so viel sportlicher Betätigung belohnen wir uns im Trödelcafe Hattesgård mit Kaffee und Kuchen. Beides besonders, beides lecker und beides ganz.schön.teuer. Puh, aber 24€ für 2 Stücke Kuchen mit Kaffee sind echt eine Ansage! Bisher kommt mir Dänemark echt teurer als Norwegen vor.

Chillabend mit feinem Sonnenuntergang

Den Rest des Tages verbringen wir gechillt vor dem MoMo und machen uns zum Sonnennuntergang auf den Weg zum Strand.

Gemeinsam mit dem halben Campingplatz stehen wir am Ende auf den Dünen und genießen den Ausblick. Und tatsächlich spielt noch jemand dazu auf seiner Trompete den Zapfenstreich. Kann man mal machen…

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