Sonnen­radeln
20. Mai 2018

Der Wetter­be­richt hat nicht gelogen. Der Himmel strahlt blau und es ist tatsächlich schon früh so sonnig warm, dass wir uns trotz der kalten Nacht gerne zum Frühstücken vor das MoMo setzen.

Wir genießen diesen sommer­lichen Start in den Tag sehr. Wenn das die ganze Woche über so weiter geht, haben wir mal wieder alles richtig gemacht. Die Strapazen der langen Anreise sind quasi schon wieder vergessen.

Ab aufs Rad

Gegen Mittag mache ich dann aber doch mal die Räder fertig, so dass wir auf Insel­er­kundung gehen können. Mal gucken, wie fahrrad­freundlich das hier ist.

Um es kurz zu machen: Sehr! Es gibt immer einen Extra­streifen Radweg und auch die Autofahrer überholen sehr zivil.

Der Weg riecht überall nach Kiefern und links und rechts zweigt immer mal wieder ein Weg zu einem Ferienhaus ab. Man könnte meinen, dass Dänemark eigentlich nur aus Ferien­häusern besteht oder dass zumindest jeder Däne ein Ferienhaus zusätzlich am Meer stehen hat.

Lego-Kirche

Am Inlands­ver­bin­dungsweg Småfolksvej entlang stoßen wir schließlich wieder auf eine der Haupt­straßen der Insel Richtung Havneby.

Schon bald kommen wir an der Rømøer Kirche vorbei, die irgendwie aussieht, als hätte man mit ein paar Legosteinen, die noch übrig waren, eine Kirche gebaut und anschließend weiß verputzt. Schnu­ckelig.

Innen drin fällt einem sofort die für eine Kirche unglaublich niedrige Decke auf — sieht mehr wie ein Altbau als wie eine Kirche aus!

Ansonsten wirkt sie eher evange­lisch schlicht und das aufge­hängte Schiff macht deutlich, dass wir uns hier am Meer befinden. Sehr nett sind auch die frischen Blümchen die in einem kleinen Röhrchen an jeder Bankreihe angebracht sind.

Fisch­suppe

Schon bald darauf sind wir am südlichen Ende der Insel in Havneby angelangt. Dort gibt es natürlich auch Fisch­buden und wir entscheiden uns für eine Rast in Holms Roegeri — die Terrasse vor dem Restaurant sieht zu verlo­ckend aus!

Und wir nehmen beide eine Fisch­suppe, die sich diesmal in rot, aber mit viel Einlage präsen­tiert.

Und anschließend sichten wir schon mal in der Räucherei, was wir uns vielleicht morgen in den Kühlschrank packen werden.

Auf den Berg

Gut gestärkt radeln wir also weiter Richtung Inland. Wir machen am Sønder­byvej einen kleinen Zwischen­stopp an einem kuriosen Haus, was ein Zwischending zwischen Künst­lerhaus, Museum und Trödel ist. Herrlich bekloppt!

Anschließend besteigen wir den vielleicht höchsten Berg Rømøs: statt­liche 18m hoch ist der Stagebjerg! Und man hat tatsächlich schon eine ganz ordent­liche Aussicht von hier oben! Aber das Beste: Kein Mensch verirrt sich hier hin — wir haben die Bank hier oben ganz für uns alleine. Fein!

Trödelcafe

Nach so viel sport­licher Betätigung belohnen wir uns im Trödelcafe Hattesgård mit Kaffee und Kuchen. Beides besonders, beides lecker und beides ganz.schön.teuer. Puh, aber 24€ für 2 Stücke Kuchen mit Kaffee sind echt eine Ansage! Bisher kommt mir Dänemark echt teurer als Norwegen vor.

Chill­abend mit feinem Sonnen­un­tergang

Den Rest des Tages verbringen wir gechillt vor dem MoMo und machen uns zum Sonnenn­un­tergang auf den Weg zum Strand.

Gemeinsam mit dem halben Camping­platz stehen wir am Ende auf den Dünen und genießen den Ausblick. Und tatsächlich spielt noch jemand dazu auf seiner Trompete den Zapfen­streich. Kann man mal machen…

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