Peaks and Pies

Unser ungeplanter Campingplatz erweist sich bei Tageslicht als sehr brauchbar und vor allem als sehr gut gelegen.

Denn es starten die scheinbar spannendsten Trails des State Parks genau hier.

Wir haben die Qual der Wahl und entscheiden uns für den Aufstieg auf den Stonewall Peak.

 

   

Feuerlandschaft

Das Wetter ist wie fürs Wandern gemacht. Strahlend blauer Himmel, aber nicht zu heiß und ein leichter Wind geht auch noch. Perfekt!

Und so bewundern wir schon beim Aufstieg die skurrile Landschaft, die leider eine traurige Ursache hat. Denn beim Cedar Fire im Jahr 2003, dem größten Waldbrand in Kaliforniens Geschichte, wurden 90% des Baumbestands zerstört. Daher gibt es hier so gut wie ausschließlich grau-schwarz verkohlte Baumskelette, die traurig-stolz in den Himmel ragen.

Gemischt mit den rötlichen-beigen Steinen und dem Grün der Büsche aber eine tolle Szenerie.

Gipfelhörnchen

Der Anstieg zum Gipfel ist nicht sehr schwer und wir entdecken neben einer tollen Rundumsicht auch noch ein paar Gipfelhörnchen, die sich anscheinend auf Touristen spezialisiert haben. Zumindest zeigen sie keine Scheu. Von uns gibt‘s aber trotzdem nix. Auch nicht fürs Posen als Fotomodel…

Langer Abstieg

Auf dem Abstieg kommt es uns merkwürdig vor, wie langsam wir voran kommen. Denn so lange sollte der Hike doch gar nicht dauern! Aber wir stellen fest, dass wir a) die Entfernung nicht richtig abgeschätzt haben und b) gerade echt keine Kondition haben. Die 8,5km fühlen sich auf jeden Fall an wie 8,5 Meilen!

Aber die Ausblicke auf diese ungewöhnliche Landschaft entschädigen für die Anstrengung.

 

Diner Deluxe

Unser Plan ist simpel. Als Belohnung für die Mühe soll es in Julian, der nächstgelegenen Stadt, einen Pie geben. Denn für ihre Kuchen ist die Stadt ziemlich berühmt.

Aber als wir dort ankommen, meint Sofie, dass ihr ganz schön der Magen knurren würde und etwas herzhaftes jetzt auch nicht verkehrt wäre. Und Annette entdeckt kurzerhand den Miner‘s Diner, der zu vielversprechend aussieht, als dass wir ihn auslassen wollten.

Und wir werden sowas von belohnt für unsere Flexibilität. Denn dieser Diner serviert nicht nur gute Burger und Fries sondern ist wirklich originell eingerichtet und atmet förmlich „American Diner“-Atmosphäre. Die nette Eisenbahn, die oberhalb der Gäste durch den Diner fährt, ist da nur das Tüpfelchen auf dem i.

Takeaway Pie

Jetzt sind wir natürlich so satt, dass es Sünde wäre, den Pie einfach noch obendrauf zu setzen. Also kaufen wir kurzentschlossen in der Julian Pie Company einen ganzen Pie, den wir dann als Dessert für alle heute abend bei den Millers einplanen.

Aber auch sonst gefällt es uns in Julian ausgesprochen gut. Ein nettes Örtchen, wo die Zeit ein bisschen langsamer zu vergehen scheint und keiner in Eile ist. Und es gibt tatsächlich auch ein paar nette Lädchen in denen man es gut aushalten kann, weil die angebotenen Sachen nicht all zu geschmacklos sind und uns im Gegenteil so manches richtig gut gefällt.

Fast schon Schweiz

Die Rückfahrt nach San Diego ist dann ein herrlich entspannter Trip durch ungewöhnlich grüne Landschaft. Mit den sanft geschwungenen Hügel und grünen Wiesen fühlt sich das ein bisschen wie Schweiz an.

Plan B am Abend

Nachdem wir wieder zuhause gelandet sind (und tatsächlich ist Sofies Zuhause in den paar Tagen auch schon ein bisschen unser Zuhause geworden), wollen wir sofort wieder aufbrechen, um zu den Sunset Cliffs zu fahren.

Aber als wir nach ein paar Kilometern sehen, dass a) ein Mörderstau ist und b) sich düstere Wolken vor den Sonnenuntergang schieben, kehren wir einfach wieder um und verbringen einen netten Abend mit der Familie.

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