Farben­feu­erwerk am Felsenpfad
31. Oktober 2017

Elsass0001.jpgMan merkt jetzt doch sehr, dass es kühler wird. Nachts erreichen wir sogar Minus­grade! Entspre­chend kühl wird es mittler­weile im Alkoven und entspre­chend schön ist es, die Heizung etwas höher zu drehen und es sich muckelig zu machen. Denn draußen sind die Wiesen nach der kalten Nacht rauhbe­reift und die strah­lende Sonne hat nur wenig Kraft. Aber schön sieht es aus!

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Nach dem Frühstück geneh­migen wir uns einen Morgen­spa­ziergang durch Hunspach. Das Dorf mit seinen streng weiß-braun-roten Fachwerk­häusern, in die sich ab und zu mal ein Schuss grün verirren darf, ist noch wie ausge­storben. Alles sehr nett und adrett, hat uns jetzt aber auch nicht so unbedingt vom Hocker gehauen. Aber der Stell­platz für die Nacht war klasse!
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Jetzt fahren wir bei perfektem Reise­wetter nun endgültig Richtung Heimat. Aber natürlich nicht auf direktem Wege. Wir haben ja noch eine Rechnung von der Hinfahrt offen: Den Felsenpfad in Dahn hatten wir auf „irgendwann einmal“ verschoben, aber bei diesem tollen Wetter wollen wir uns zumindest einen Teil des Weges nicht entgehen lassen.

Lusti­ger­weise führt uns das Navi hierbei noch einmal an „unserem“ Kreis­verkehr in Wissem­bourg vorbei und wir fühlen uns schon fast wie alte Hasen. Doch noch mal Schokolade von Rebert bunkern?

Auf dem Weg gibt es noch einmal die in der Pfalz anscheinend obliga­to­rische Umleitung, die uns auch dieses Mal nicht direkt zum Ziel kommen lässt, dafür aber ist auch diesmal die Umleitung wieder absolut sehens- und fahrenswert. Hier ist wirklich noch einmal ein präch­tiger Herbsttag angesagt!

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In Dahn parken wir das MoMo und machen uns auf den Weg. Direkt am Einstieg in den Felsenpfad gibt es schon die ersten Red Rocks zu bestaunen — irgendwie ist das schon ein bisschen wie in den tollen Natio­nal­parks im Südwesten der USA. Nur halt mit mehr grün. Und. gelb. Und braun. Auch die Luft ist so herrlich klar. Und das Licht herbstlich warm.
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Der Weg ist bestens ausge­schildert, so dass wir im Prinzip nur an jedem Wegweise entscheiden müssen, ob wir die längere oder kürzere Route zur PWV-Hütte (Annette besteht aller­dings auf PVC…) des Pfälzer Wander­vereins nehmen. Ist auch relativ egal, denn sowohl Aussichten in die Landschaft als auch Ansichten des Waldes sind immer wieder großartig und der Weg wirklich sensa­tionell gut angelegt. Da stimmt das Marketing mit „Premium“-Wanderweg tatsächlich mal!

Bei diesem optimalen Bedin­gungen (Sonnen­schein, goldener Oktober, Feiertag) sind wir natürlich nicht alleine unterwegs. Teilweise herrscht hier wirklich ein Betrieb, wie wir ihn lange nicht bei einer Wanderung erlebt haben. Tatsächlich tut das der Sache aber keinen Abbruch — dann genießt man halt im Rudel!

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Proble­ma­tisch wird das nur an der Hütte. Denn die hat nun wirklich jeder als Ziel auf dem Schirm und dementspre­chend voll ist es. Als wir die Schlange an der Essens­be­stellung sehen, planen wir mal flugs um. Statt einem letzten Pfälzer Teller gibt es dann doch lieber das hartge­kochte Ei und die Müsli­riegel, die wir für unterwegs einge­packt haben. Denn wir haben immer noch eine etwas längere Rückfahrt vor uns und dank der Zeitum­stellung wirkt es jetzt schon um halb drei so, als wäre es Abend­däm­merung. Autsch!Elsass0016.jpgElsass0017.jpgElsass0018.jpgElsass0019.jpgElsass0020.jpg

Wir fahren also alsbald nach der Rückkehr zum MoMo los, damit wir zumindest den größeren Teil der Strecke noch mit Tages­licht zurück­legen können. Und die Zulas­sungsuhr tickt ja ebenfalls unerbittlich: In wenigen Stunden läuft unser Saison­kenn­zeichen ab und das MoMo muss 4 Monate Winter­schlaf halten.

Elsass0002.jpgAuf der Rückfahrt geht dann auch alles glatt, so dass wir weit vor 24 Uhr Zuhause sind.

Und damit können wir einen Strich unter das Womo-Reisejahr 2017 machen. In Erinnerung bleiben wird es uns als das Frank­reich-Jahr: Bretagne, Südfrank­reich, Elsass. Alles Regionen, in denen wir nicht das letzte Mal waren. Aber für 2018 sieht alles nach einem Jahr ohne Frank­reich aus — ob wir das aushalten…?

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