Wihr gewinnt

30. Oktober 2017

Gestern war es noch sehr praktisch, nach der Weinprobe einfach ins MoMo steigen zu können. Heute wundern wir uns, wie laut es in einem Weinbetrieb zugehen kann. Gut, dass wir durch die Winterzeitumstellung erstaunlich früh aus den Federn gekommen sind!

Wir fahren heute, für den letzten Elsasstag, noch mal zurück ins schnuckelige Hunawihr, wo wir unterhalb der Kirche auf einem zauberhaften Platz parken.

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Von dort aus geht es durch die Weinberge nach Riquewihr. Es ist herrlich sonnig, aber immer mit teilweise dramatisch düsteren Wolken neben uns. Und sobald die Sonne weg ist, wird es reichlich schattig. Gut, dass wir uns zwiebelschalig angezogen haben!Elsass0004.jpgElsass0001.jpgElsass0001.jpgElsass0006.jpgElsass0008.jpgElsass0010.jpg

In Riquewihr gehen wir noch mal den Weg, den wir gestern mit dem MoMo durch die Weinberge genommen haben. Und wieder begegnet uns die Bimmelbahn.

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Im Ort selber sind wir dann sehr zwiegespalten. Natürlich ist das alles tuffig und super mit den bunten Fachwerkhäusern.

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Und den netten Schildern an den Häusern.

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Und auch die Wein- und Leckereiengeschäfte sind tendenziell eher geschmackvoll als schlimm.Aber man merkt spätestens am Weihnachtshaus mit den Lebkuchenschlagläden, dass es dann doch mehr Business als schön ist.

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Also sagen wir mal so: Wir bereuen es nicht, hier gewesen zu sein, aber ein Herzensort ist das jetzt auch nicht gerade. Kann und vielleicht sogar muss man mal gesehen haben, aber wir werden tendenziell eher nicht wieder kommen. Denn was hier im Sommer los sein mag, will ich mir gar nicht länger vorstellen.

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Und deshalb sind wir dann ganz froh, als wir den Ort hinter uns lassen.

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Es geht steil hinauf rüber nach Hunawihr, wo wir uns anschließend deutlich wohler fühlen.

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Nichts von dem Trubel, natürlich auch nichts von dem geschlossenem Stadtbild Riquewihrs. Dafür aber auch schöne Ecken und vor allem: Ruhe!

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Und so kehren wir für ein letztes elsässisches Mittagsmenu im Suzel ein. Und das ist dann irgendwie auch ein passender Abschluss für unsere erste Schnuppertour ins Elsass. Mit deftiger elsässischer Kost und einem wirklich leckeren Nachtisch.Elsass0025.jpgElsass0029.jpg

Als wir anschließend wieder Richtung Norden fahren erleben wir noch einmal eine großartige Lightshow: in warme, sonnige Herbstfarben getaucht zieht die Landschaft, die wir in den letzten Tagen bereist haben, an uns vorbei.

Nachdem wir im SuperU von Seltz noch mal Vorräte aufgefüllt haben („Micha, natürlich brauchen wir zwei Gläser von der Caramel-Noisette-Creme mit Sel de Guerande!“) stellen wir fest, dass unsere Zeitplanung etwas optimistisch war. Es wird jetzt einfach verdammt viel zu früh dunkel! Unser anvisiertes Ziel in der Pfalz verwerfen wir, denn Stellplatzsuche im Dunkeln ist selten witzig. Stattdessen spuckt unsere App-Reiseberatung einen Friedhofsparkplatz in Hunspach aus. Hört sich gut an. Und als wir dort ankommen, stellen wir fest: Ist auch gut. Aber vor allem zieht die Sonne noch mal alle Register und bietet uns einen spektakulären Sonnenuntergang.

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Van Gogh lässt grüßen:

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