Zum Glück haben wir Pech

Es ist Sonntag und es ist Zeitumstellung. Und irgendwie gehen unsere Uhren dadurch noch etwas langsamer als ohnehin schon. Das Wetter ist eher so-so, also nutzen wir die Zeit zum online und offline Tagebuchschreiben.

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Gegen Mittag brechen wir dann doch noch mal in die Stadt auf und gucken uns ein bisschen bei Tageslicht um. Im charmanten Jugendstilcafé AuDore kommt Annette endlich zu ihrer Tarte Citron – es gab schon erste Entzugserscheinungen!

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Wir bummeln noch etwas durch die Stadt und verabschieden uns nach einem Crêperiebesuch von Carmen und Bernd und gehen im Regen zurück zum Stellplatz. Dort machen wir noch einmal alles frisch und dann geht es los zum Geheimtippstellplatz oberhalb von Riquewihr.

Auf dem Weg dorthin begegnen uns noch auf den letzten Metern mitten im Weinberg die örtliche Touri-Bimmelbahn und ein Gendarmeriewagen. Als wir am Stellplatz ankommen, stellen wir 2 Dinge fest: Superaussicht, aber auch ganz schön schief. Und als ich nachlese, ob dies auch der richtige Platz ist, lese ich auch den Kommentar, dass wohl jemand von der Gendarmerie des Platzes verwiesen wurde. Wir überlegen: Sind wir mit schief zufrieden? Wollen wir im Falle des Falles wirklich im Dunklen noch einen neuen Platz suchen? Die Antwort lautet Nein.

Also orientieren wir uns noch mal neu und ziehen unser France-Passion-Buch zu Rate. Denn bei einem Winzer haben wir ja noch gar nicht gestanden. Und wir sind doch schließlich an der Weinstraße! Die Wahl fällt auf Bergheim.

Die Route führt uns mitten durch die Weinberge und wir fahren von oben ins malerische Hunawihr hinein – wieder mal ganz schön eng hier! An einer Stelle bin ich wirklich froh, dass wir nur das kurze MoMo haben. Ab 7m wäre es in der Kurve bestimmt seeeehr eng geworden…

Auch in Bergheim müssen wir noch das Stadttor wegen unserer Höhe umkurven und rund um die hübsche Stadtmauer zum Winzer namens Platz fahren.

Nachdem wir geklingelt haben, wird offensichtlich das Klingeln auf ein Handy weitergeleitet und wir werden gebeten, ein paar Minuten zu warten. Und tatsächlich kommt uns ein verschmitzt grinsender älterer Mann auf dem Fahrrad entgegen, der uns den Platz auf dem Hof vor dem Haus anbietet und fragt, ob wir auch Interesse an einer Weinprobe hätten.

Und damit sind die nächsten 2 Stunden auch schon verplant. Denn Herr Platz ist mit einer Redseligkeit gesegnet, die wahrlich beeindruckend ist – durchaus informativ und sehr unterhaltsam. Und wir stellen fest, dass uns seine Bio-Rieslinge und Gewürztraminer wirklich gut schmecken. Ist für mich bei Weißwein noch etwas ungewohnt, aber es gibt ja Schlimmeres…

Und auch Bergheim gefällt uns bei der anschließenden Hunderunde deutlich besser als sein rheinischer Namensvetter. Viel vom elsässischem Fachwerkcharme, aber nur ein Bruchteil des Betriebs der „klassischen“ Touristenorte. Und der schön beleuchtete Kirchturm erinnert uns an die heimatliche Lenneper Stadtkirche. Schön hier!

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