Im Schlemmerweinland

Heute können wir es ruhig angehen lassen. Denn der Wetterbericht hält Wort: Im Laufe des Vormittags wird es richtig ungemütlich und wir machen es uns im MoMo bequem.

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Denn für Mittags haben wir uns vorgenommen, unserem neuen in Caillac angefangenen Hobby „Mittagsmenu“ zu frönen. Denn das Lindeplatzel sieht im Internet schon mal sehr vielversprechend aus. Und als wir um 12 Uhr das MoMo verlassen, ist dann auch Sonne pünktlich am Start.

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Bei herrlichem Wetter schlendern wir die Hauptstraße hinunter, nur um am anderen Ende dann lange Gesichter zu machen: „Ausgebucht!“ Anscheinend haben andere Leute das gleiche Hobby wie wir… Also beschließen wir, im etwas traditionelleren Restaurant Gilg von der gleichnamigen Winzerei unser Glück zu versuchen.

Elsass0007.jpgDer erste Eindruck ist eher so meh… Etwas trutschige Einrichtung und auch das silberne Besteck wirkt eher bieder als elegant. Wir bestellen das Menu du saison. Wir haben an der Tafel etwas von potimarron (Maronen) und veloute (Suppe) gelesen und das flugs als Kastaniensuppe übersetzt. Und „cerf“? War das nicht Kalb? Passt scho…

Aber gut, dass unsere mangelhafte Übersetzung uns nicht von der Bestellung abgehalten hat. Denn die potimarron entpuppt sich als kleiner Kürbis, wie wir beim Bezahlen erfahren (wer würde schon vor dem Essen fragen, was das sein könnte…?). Und den cerf habe ich beim Essen immerhin schon treffsicher als Wild, so in Richtung Reh identifiziert. Richtig übersetzt war das ganze ein Hirschgulasch. Und alles ausgesprochen köstlich. Mjam!

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Solchermaßen abgefüllt gibt es zwei Möglichkeiten: Verdauungsschlaf oder Verdauungsspaziergang. Wir entscheiden uns für letzteres.

Das Chateau d’Andau sieht, wie Annette treffend feststellt, aus, wie Kinder eine Burg malen würden. Links und rechts zwei große Türme, dicke Mauer, fertig. Und qualifiziert sich damit und mit der nicht all zu fernen Distanz für ein würdiges Wanderziel.

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Ist das nicht der coolste Lattenjupp aller Zeiten?

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Als wir dort ankommen, sind wir aber etwas unterwältigt. Es ist wirklich eher eine Ruine und von Fernsicht ist leider auch nichts zu vermelden. Kann man machen, muss man aber nicht. Egal, denn auch heute gibt es wieder buntes Laub und Farbenspiele. Auch schön.

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Da der Tag schon fortgeschritten ist, fahren wir nun im Nachmittagslicht weiter Richtung Süden und schlagen unser Quartier in Châtenois auf, wo es einen Womostellplatz mit Ver-/Entsorgung gibt. Und kommen damit in die châtenoisische Rush-Hour, wo sich kurioserweise an einem Kreisverkehr der Verkehr endlos staut. Sachen gibt’s!

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