Locker bleiben
21. Oktober 2017

Der Tag fängt alles andere als verlo­ckend an. Immer wieder Regen­schauer, die mal mehr, mal weniger heftig über das MoMo hinweg­zie­hen.

Elsass0001.jpgAber da wir auf einem Wanderparkplatz stehen, lassen wir uns die Route vorschrei­ben: Einmal auf den Berg, Blick auf die Saar und wieder zurück. Kann man schaf­fen.

Und beim Wandern sind wir ganz beglückt, dass wir diese Entschei­dung getrof­fen haben. Denn wie befin­det Annette so richtig: „So Scheisse kann das Wetter gar nicht sein, dass das mit dem Herbst­laub nicht immer noch toll aussieht!“ Und genau so ist es. Trotz des mehr als trüben Wetters sieht es mit den golden­brau­nen Farbtö­nen immer noch irgend­wie freund­lich aus.

Und der Blick auf die Saar, die sich hier bereits windet und schleift, lässt mich kurz überle­gen, die offizi­elle Saarschleife ausfal­len zu lassen — viel schöner wird das auch nicht ausse­hen!

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Auch der Blick die gold gefärb­ten Weinberge hinun­ter sieht toll aus — selbst der etwas hefti­ger werdende Regen verdirbt uns die verzau­berte Herbst­stim­mung nicht.

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Wieder im MoMo angekom­men wärmen wir uns ein bisschen auf und starten Richtung Mettlach zur großen Saarschleife. Unter­wegs wird das Wetter kurzfris­tig ausge­spro­chen scheuß­lich, aber pünkt­lich mit unserer Ankunft tröpfelt sich der letzte Regen­trop­fen aus dem Himmel und wir parken auf dem verwir­rends­ten Besucher­park­platz ever. Man weiß eigent­lich nie, wo man lang fahren darf/soll und auch die Ausfahrt ist nicht so einfach zu errei­chen, wie es aussieht. Wer auch immer das geplant hat, hat vorher defini­tiv illegale Substan­zen zu sich genom­men…

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Dafür ist das Besucher­zen­trum ein schöner Bau und auch der Baumwip­fel­pfad sieht nett aus. Wir bleiben für heute aber mal auf dem Boden, da wir dem Wetter nicht so ganz trauen mögen. Und auch das ist eine gute Entschei­dung. Zwar sieht der beein­dru­ckend hohe Aussichts­turm des Baumwip­fel­pfads verlo­ckend aus, aber auch die alte Aussichts­platt­form bietet einen tollen Blick auf die herbst­lich gefärbte und von Wolken­schwa­den überzo­gene Landschaft.

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Aber das Beste ist dann noch der geschäfts­tüch­tige Obstbauer, der uns seine Brände und Liköre kosten lässt. Und skurril­er­weise mit einem Foto von Schrö­der und Lafon­taine wirbt, die mit (Ex-)Ehefrauen an der Saarschleife sitzen. Sachen gibt’s! Aber der Mirabel­len­brand und 1 Sack Äpfel wandern dann doch mit uns zum MoMo zurück.

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Der Plan für den restli­chen Tag ist ein Zwischen­stopp in Zweibrü­cken, weil uns das Outlet dort gut gefal­len hat. Ein bisschen Bummeln und schwupps ist es dunkel — Herbst lässt grüßen. Gut, dass wir vorher schon den Stell­platz für den Abend ausge­sucht haben: Im Örtchen Hornbach, kurz vor der franzö­si­schen Grenze, hat jemand einen ganz liebe­voll herge­rich­te­ten Platz mit allem, was das Wohnmo­bi­lis­ten-Herz begehrt, einge­rich­tet. Allen positi­ven Rezen­sio­nen, die wir vorher gelesen hatten, kann man nur zustim­men. Trés bien!

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Im nahe gelege­nen Restau­rant Capito solle man die Stell­platz­ge­bühr beglei­chen, steht am schwar­zen Brett. Wir beschlie­ßen, das angenehme mit dem nützli­chen zu verbin­den und stiefeln dorthin. Bezah­len kann ich zwar den Stell­platz, aber mit dem Essen wird es nix: Geschlos­sene Gesell­schaft! Nach einem kurzen Anruf in der Kloster­schänke gibt es von dort grünes Licht für uns und wir kriegen einen „Notplatz“ auf einem Bänkchen am Tresen. Lohnt sich aber, weil man irgend­wie über dem Raum thront und das Essen sehr lecker ist.

So kann es weiter­ge­hen!

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