Tour de Lot
9. August 2017

Luzech-001.jpgWir fangen den Tag genau so gelassen an wie die Franzosen, die mich um 9 Uhr vertrösten, dass das bestellte Baguette halt noch nicht da ist. Halb zehn reicht schließlich auch. Und für uns bleibt noch genug Zeit, draußen zu frühstücken, bevor der Regen einsetzt. IMG_5167.jpgJa, Regen! Denn abgesehen vom Tormenta in Spanien haben wir bisher eigentlich nur Flip-Flop-und-Shorts-Wetter gehabt. 

Wir nehmen die Gelegenheit für einen weiteren Gammeltag aber gerne an. Wir machen es uns im MoMo gemütlich und sind auch beruhigt, dass das Dachfenster dicht hält. Auch wenn wir immer noch kurz den Atem anhalten, wenn sich die Regen­in­ten­sität verstärkt — dann warten wir nämlich verkrampft auf das Einsetzen des Hagels. Was aber (natürlich) nicht passiert. So langsam wird es hoffentlich wieder normaler für uns werden, wenn die Tropfen aufs Dach prasseln.

Am frühen Nachmittag wird es dann vorsichtig freund­licher. Und wir schwingen uns tatsächlich auf die Räder und machen die geplante Tour durch die umlie­genden Weinberge.IMG_5168.jpgIMG_5171.jpgAuch wenn es zu Beginn immer noch so aussieht, als würde gleich wieder eine richtige Ladung Nass auf uns hernie­der­gehen, lassen wir uns nicht abschrecken. Beim einzigen kurzen Schauer stellen wir uns halt kurz unter.IMG_5173.jpg

Und es macht Spaß, die Schleifen, in denen sich der Lot hier windet, auszu­fahren. Auch wenn der Schwei­nehund natürlich ständig ruft “Du kannst auch eine Abkürzung nehmen!” Aber bei jeder Windung, die wir entlang­fahren, werden wir mit schönen Ausblicken belohnt. Sei es auf den Fluss, sei es auf die Weinstöcke, sei es auf die Obsthaine, sei es auf die teilweise sehr schönen Weingüter.Luzech-002-Bearbeitet.jpg

Was man nicht meinen sollte, wenn man so nah am Fluss bleibt, ist, dass es nahezu ständig bergauf und bergab geht. Besonders doof macht sich das bemerkbar, als wir eine Abfahrt zur Brücke über den Lot bei Douelle verpassen. Wenn man auf einmal 20m über sich die Brücke sieht und feststellt, dass man das jetzt auch alles wieder hoch fahren darf…IMG_5180.jpgIMG_5189.jpgIn Caillac machen wir eine kurze Pastis-Pause. Ein geradezu ideal­ty­pi­sches franzö­si­sches Schnu­ckel­dörfchen, wo ein paar Leute vor dem Cafe sitzen, beide Boule­bahnen bespielt werden und ansonsten gar nicht so viel passiert. Schön!IMG_5186.jpg

Das letzte Stück bringt dann noch einmal Regen inklusive Regen­bogen, da wir wirklich bei Sonnen­schein durch den Regen fahren.IMG_5191-Bearbeitet.jpgIMG_5192-Bearbeitet.jpgUnd ein wunder­bares Stück direkt neben dem Lot entlang, bei dem man sich immer wieder nicht sicher ist, ob er wirklich ein Fluss oder doch nur ein langge­strecktes stehendes Gewässer ist. So friedlich sieht das alles aus!IMG_5194.jpg

Als wir dann doch reichlich erschöpft am MoMo ankommen, schmeißen wir uns kurz in Schale und gehen zum Spanfer­kel­essen im Camping­platz-Restaurant, was wir gestern reser­viert hatten. Die angekün­digte Band spielt schon mal auf, aber ansonsten passiert noch nicht viel.IMG_5195.jpg

Zwar stehen schon zwei Monsieurs bei einer Riesen­pfanne Bratkar­toffeln, aber obwohl schon viele Tische besetzt sind, scheint das Buffet auch um 8.30 Uhr noch nicht eröffnet zu sein. Wir finden schließlich heraus, dass wir uns die Getränke am Tresen holen müssen und man sich einen Pappteller samt Gutscheinen kaufen muss, damit es nachher am Buffet etwas gibt. Aha!

Gesättigt wanken wir dann zum MoMo zurück und sind trotz des entspannten Tages­be­ginns richtig müde. Gute Mischung!

1 Kommentar

  1. Hallo ihr Lieben!
    Ihr seht beide auf den Fotos total glücklich und entspannt aus (trotz der Unannehm­lich­keiten) 🙂 Großartig wie ihr mit “den Steinen”, die euch in den Weg gelegt werden, umgeht! Trotzdem oder gerade deswegen weiterhin schönen Urlaub auf allen schönen Fleckchen, wo ihr lang kommt.

    LG Chris­tiane

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