Düstere Klippen und faulende Schiffe
17. April 2017

IMG_4094-Bearbeitet.jpgIMG_4114-Bearbeitet.jpgDer Stell­platz­wechsel kurz vor Mitter­nacht hat sich zwar insofern ausge­zahlt, dass es danach deutlich ruhiger war, aber gut geschlafen haben ist was anderes. Nach einer Dusche in der Unisex-Toilette bin ich aber trotzdem so erfrischt, dass es für einen Gang zum Bäcker reicht. Wir müssen aller­dings feststellen, dass das die mit Abstand schlech­testen Crois­saints und Pain au chocolat sind, die wir bisher in Frank­reich bekommen haben. Und das ausge­rechnet auf der Croissant-Halbinsel!

Wir machen nach dem Frühstück noch eine ausgiebige Hunde­runde hinunter zum Plage den Pen Hat und haben jede Menge Spaß mit den wüst und begeistert spielenden Hunden.IMG_4104-Bearbeitet.jpg

Als nächster Stop steht Pointe de Pen Hir auf dem Programm. Allen Reise­führern nach das Highlight auf der Halbinsel. Und tatsächlich ist die Aussicht hier schon reichlich toll. Steil abfal­lende helle Granit­klippen, die auch gerne als Kletter­felsen genutzt werden.IMG_4133-Bearbeitet.jpg

Crozon-013-Bearbeitet.jpgCrozon-058-Bearbeitet.jpgCrozon-021-Bearbeitet.jpgCrozon-048-Bearbeitet.jpgCrozon-027-Bearbeitet.jpgIMG_4132-Bearbeitet.jpg

Der einzige Wermuts­tropfen ist, dass der Wetter­be­richt uns eindeutig mehr Sonne versprochen hat. Es ist eigentlich durch­gängig grau in grau und dazu bläst auch ein durchaus frischer Wind. Natürlich immer noch 100x besser als der Schnee, der wohl heute zuhause tatsächlich zu Ostern gefallen ist.Crozon-061-Bearbeitet.jpg

IMG_4119-Bearbeitet.jpgWir tun uns schwer mit unseren Plänen für den Tag. Letzt­endlich entscheiden wir uns zunächst mal für den Schiffs­friedhof in Camaret. Mittler­weile kennen wir uns ja schon gut aus, parken das MoMo am oberen Kreis­verkehr und gehen die paar letzten Meter hinunter zum Hafen. Und hier ist heute mal richtig was los. Die Leute spazieren auf dem schmalen Stück zum Tour Vauban als würden sie dafür Geld kriegen.

Ist mir aber relativ egal, denn mein Augenmerk gilt den Schiffs­wracks, die hier offen­sichtlich als Hingucker geparkt wurden. Denn es hat schon was, dem Verfall zuzugucken. Rost, abblät­ternde Farbe, Löcher und nicht zuletzt die freilie­genden Ruder und Schiffs­schrauben. Da lacht das Fotogra­fenherz!IMG_4120-Bearbeitet-Bearbeitet.jpgCrozon-115-Bearbeitet.jpg

Auf unserem Weg Richtung Cap de la Chevre kommen wir am gigan­ti­schen Plage de Goulien vorbei. Geradezu unwirklich wirkt dieser riesig breite Strand mit seinen vorge­la­gerten Klippen, der auf einmal im schönsten Sonnen­schein strahlt.

Crozon-135-Bearbeitet.jpgWir biegen kurzent­schlossen zum Parkplatz ab und wollen uns diesen Strand genauer angucken. Also, eigentlich nur ich, denn Annette ist der Meinung, dass Elli vom bishe­rigen Tag schon fertig und erschöpft sei, trägt sie fürsorglich hinunter und sucht sich einen warmen Platz am steinigen Stran­drand. Elli hat aber noch nicht mitbe­kommen, dass sie erschöpft ist und läuft fröhlich auf und ab, rangelt mit Mia und kommt auf jedes Kind, was vorbei­kommt, enthu­si­as­tisch zugelaufen. Nach diesem Programm macht sie aller­dings auch auf mich den Eindruck, dass es jetzt mal genug Action für den Tag war.Crozon-131-Bearbeitet.jpg

Wir lassen daher am Pointe de Dinan die Hunde im Auto und machen uns alleine zur Spitze dieser kleinen Halbinsel auf. Die Beson­derheit hier (neben dem fast schon selbst­ver­ständ­lichen grandiosen Meerblick): Es gibt das Chateau de Dinan, einen Felsklumpen am äußersten Ende der Halbinsel, der wirklich mit ein bisschen Fantasie aussieht wie eine Burg aus Game of Thrones.Crozon-182-Bearbeitet.jpgCrozon-167-Bearbeitet.jpgCrozon-191-Bearbeitet.jpg

Leider ist der Parkplatz hier sehr uneben, so dass wir beschließen weiter zu fahren. Und es lohnt sich. Der Weg zum Cap de la Chevre führt uns durch noch einsamere Gegenden der Insel. Uns erinnert die Strecke teilweise an den Weg zum Cap de Barbaria auf Formentera, denn auch das Abend­licht ist ähnlich orangig warm. Unterwegs kommen wir noch an einem Strand­park­platz vorbei, den wir aber erst mal für den kommenden Abend zurück­stellen. Auch die kleinen Hausan­samm­lungen, für die das Wort Dorf noch eine Übertreibung wäre, sehen teilweise herzal­ler­liebst aus. Eine tolle Ecke ist das hier!

Auf dem großen Parkplatz am Cap stehen zwar schon einige Womos, aber es ist nicht weiter schwer, einen schönen Platz für uns zu finden.IMG_4122-Bearbeitet.jpg

Kurz vor Sonnen­un­tergang machen wir uns Richtung Klippen auf. Diesmal gibt es „nur“ einen schönen Sonnen­un­tergang und kein Himmels­feu­erwerk wie in Brignogan Plages. Und Annette rügt mich zurecht als ich ein bisschen maule, dass ich da besseres gewohnt bin…Chevre sunset-005-Bearbeitet.jpgChevre sunset-014-Bearbeitet.jpgChevre sunset-027-Bearbeitet.jpg

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