Das Reisejahr ist vorüber. Und mit ihm jede Menge Eindrücke, Erlebnisse und Landschaften. Wir haben jeden Tag unserer Reisen genossen und deutlich mehr als 12 schöne Tage oder Etappen erlebt. Es gibt aber doch immer diese besonderen Tage auf einer Reise, wo einfach alles stimmt oder an die man sich in der Rückschau aus den unterschiedlichsten Gründen besonders gerne erinnert.

Hier also die Ziele, die es uns besonders angetan haben und zu denen wir sicher noch einmal zurückkehren wollen. Alle die dort schon waren, werden verstehen, warum ein Ort in dieser Liste auftaucht. Und allen, die vielleicht noch eine Reise planen, seien diese Ziele dann besonders ans Herz gelegt. Und um die Spannung zu steigern, machen wir das ganze in guter Countdownmanier von 12-1. Viel Spaß beim Gucken und Lesen!

Peer-Gynt-Weg


Diese schöne Passstraße westlich von Lillehammer ist im Prinzip Norwegen im Kleinformat. Einsame unbefestigte Straße? Ja. Tolles Gipfelpanorama? Ja. Seen und Wasserfälle? Ja.

Im Detail gibt es das zwar alles irgendwo anders auch noch spektakulärer und noch beeindruckender. Aber es kann auch ganz gut sein, wenn man das ganze noch halbwegs mit seinen Sinnen erfassen kann und noch nicht erschlagen ist.

Sognefjellet

Die Norweger wissen schon, warum sie “Nationale Touristveger” angelegt haben. Weil es einfach Strecken gibt, auf denen man an jeder Haltebucht anhalten möchte, weil der Ausblick hier doch noch etwas schöner ist als der vor 2 Minuten… Kein Wunder, denn Täler, Wasserfälle, Gletscher, Seen und Fjell wechseln sich in immer neuen Kombinationen genial ab, so dass es einfach nicht langweilig werden will.

Côte de Granit Rose

Auf diesen Küstenabschnitt der Bretagne waren wir sehr gespannt. Und wurden nicht enttäuscht – man kann sich regelrecht in den Gesichtern, Gegenständen und Tieren verlieren, die man in den Gesteinsformationen zu erkennen glaubt. Zum Fotografieren ein Traum!

Den Streit, ob die Steine bei Ploumanac’h oder in Tregastel beeindruckender sind, möchten wir auch nicht entscheiden. Aber eines meiner Lieblingsbilder des Jahres stammt aus Tregastel…

Trollstigen

Eigentlich war der Trollstigen bei der Reiseplanung für uns nur ein kann-muss-aber-nicht. Ein totfotografiertes Ziel, dass jeder schon mal gesehen hat. Gut, dass wir uns anders entschieden haben!

Denn auch wenn man die Aussicht natürlich “kennt”: in echt ist es trotzdem beeindruckend. Und vor allem das Treiben auf der Straße zu beobachten ist wirklich spannend. Wie auf einer Modellanlage staut es sich mal hier mal da, um dann doch wieder irgendwann weiterzufließen. Faszinierend!

Und als Bonus kriegt man auf der Weiterfahrt im Meiadal tatsächlich frische Erdbeeren, die man dann am Fjord und beim Ausblick auf die winzig wirkenden Kreuzfahrtriesen verspeisen kann.

Rondane

Zwei Dinge werden wir immer mit dem Rondane verknüpfen: Die sich steil nach oben windende Serpentinenstraße, die wir gerne hinter dem Linienbus her gefahren sind und diese perfekte Radtour zum Rondvassbu. Denn obwohl man die gleiche Strecke hin und zurück fährt, ist das Erlebnis doch so, als würde man noch einmal eine komplett neue Landschaft erfahren.

Stensjö By/Hammarglo

Eigentlich nicht ganz fair, dass ich hier 2 Orte zu einem zusammenfasse. Da sie aber recht nah beieinander liegen und für uns quasi zu einem Reiseerlebnis gehören, nehme ich mir die Freiheit.

Wer ein Astrid-Lindgren-Schweden aus dem buchstäblichen Bilderbuch aber gänzlich ohne Trubel erleben will, muss (muss!) nach Stensjö Byn. Diese Siedlung aus vereinzelten roten Schwedenhäusern ist ein ehemaliges Dorf, dass pittoresker gar nicht angelegt werden könnte. Mehr Klischee und gleichzeitig mehr Authentizität geht nicht!
Und in Hammarglo hat man das ganze dann in der Naturvariante. Weiter Himmel, weiter See, himmlisch friedliche Abendstimmung. Auch hier gilt: Schwedischer geht’s nicht!

Molde

Molde als Stadt ist eigentlich nicht der Rede wert (wie eigentlich fast alle norwegischen Städte). Der Star ist die Landschaft. Und hier insbesondere der Aussichtspunkt Varden, weit oberhalb der Stadt.

Das Panorama, was sich einem hier auftut ist mit grandios eher unzureichend beschrieben. Und für uns war es einer der Orte, wo wir es mal wieder genossen, dass wir per Womo unterwegs sind. Denn als wir mittags dort waren, war uns klar, dass es das für den Rest des Tages gewesen ist. Und die sich durch das Licht ständig ändernde Landschaft hat uns für diese Entscheidung mehr als belohnt!

Öland

Es gibt so Orte, wo man sich quasi von Anfang an wohl fühlt. Öland gehört für uns dazu. Man hat sofort nach Überfahren der langen Brücke das Inselfeeling – von keinem Ort aus ist es wirklich weit bis zum Meer.

Die gechillte Atmosphäre ist überall auf der Insel zu spüren. Und wenn man dann mit netten Leute in Carlas Cafe-Scheune eine richtig gute Neil-Young-Coverband erleben darf, kann es viel besser nicht werden.

Wir kommen wieder, denn den Nordteil der Insel haben wir noch nicht einmal gesehen!

Aursjøvegen

Es sagt viel über unsere Top3, dass der Aursjøvegen es nicht unter die besten drei geschafft hat…

Denn auf dieser irrsinnigen Passstraße zum Stausee Osvatnet und hinunter ins Eikesdal haben wir wirklich alles gesehen, was Norwegen so unglaublich macht.

Und vor allem haben es buchstäblich erfahren. Auf der Fahrt mit dem MoMo durch Unwetter und den unbefestigten einspurigen Tunnel bei Steigungen und Gefällen jenseits des Normalen hat Annette einen Crashkurs in Coolness genommen und konnte bei allen Passfahrten, die danach kamen, nur noch mitleidig lächeln, wenn dem Gegenverkehr die nackte Angst ins Gesicht geschrieben war.

Isle de Bréhat

Gibt es eigentlich jemanden, der von dieser Insel wegfährt und nicht darüber nachdenkt, dass es eine richtig gute Idee ist, auf diesem Fleckchen Erde ein kleines Häuschen zu haben?

Zumindest ging es uns so. Die ganze Insel strahlt irgendwie Ruhe und Gelassenheit aus.

Hektik? Ach, lohnt sich nicht.

Schöne, adrette Häuschen mit netten Vorgärten? Gehören quasi zum guten Ton.

Das ganze verbunden mit der Großartigkeit der Felslandschaft rund um den Phare du Paon und dem Wechsel der Gezeiten macht es zu einem definitiven Ziel zum Wiederkommen.

Briksdalsbreen

Nach ein paar Wochen Norwegen denkt man ja, dass man schon alles gesehen habe. Und dann fährt man ins Oldental und ist sofort gefangen von der Farbe des Sees, den steilen Wänden und dem blaugrün schimmernden Gletscher.

Wenn dann noch eine tolle Strecke hinauf zum Briksdalsbreen mit fantastischen Aussichten, strahlendem Wetter und immer wieder diesem Gletscherblau hinzu kommt, hat man etwas erlebt, dass einen tief berührt.

Runde

Was soll man zu diesem traumhaften Erlebnis groß schreiben? Dass sich einfach alles zu einem grandiosen Naturerlebnis zusammengefügt hat? Mit atemberaubenden Aussichten, der steilsten Steigung beim Wandern, dem dramatischstem gerade-noch-nicht-schlechtem Wetter inklusive Regenbogen, einem majestätisch schwebenden Adler und natürlich vor allem den unfassbar fotogenen Papageientauchern, denen man wirklich so nah kommt, wie es in den Berichten beschrieben ist.

Bein manchen Platzierungen in diesen Top12 kann man sicher nochmal überlegen, ob sie nicht 1-10 Plätze höher oder tiefer eingeordnet sein müssten. Aber hierbei waren wir uns sofort und eindeutig einig. Und wenn wir mal eine Top10 des Jahrzehnts machen, stehen die Chancen auf den Spitzenplatz auch schon mal verdammt gut…

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