Cap und Latte

Unser erster Plan für heute ist es, endlich mal die SIM-Karte von Free zu besorgen. Soll doch angeblich in jedem Tabac zu kriegen sein! Gestern in Saint Malo war wieder nix zu wollen. Also ändern wir den Schlachtplan für heute und gucken mal in den Tabacs bei Supermärkten und Shopping Malls. Aber weder beim Interspar noch in der großen Shopping-Mall ist etwas zu wollen. Na, dann eben nicht. Müssen wir mit dem Blog-Hochladen noch etwas warten.

Unser Weg führt uns nach Ploubalay. Ein kleines, verschlafenes Nest mit einem sehr schön angelegten Stellplatz. Wir möchten eigentlich nur mal eben Wasser nachfüllen. Aber da haben wir die Rechnung ohne den Stellplatzwirt von Ploubalay gemacht. Der hat sich nämlich das ultimative Sicherheitskonzept ausgedacht und die Einfahrt mit einer Schleuse(!), bestehend aus 2 Metalltoren, gesichert. Und erst, wenn man mit Kreditkarte 2€ für Wasser und 2 Stunden Stellplatz gezahlt hat, öffnet sich das Sesam-öffne-dich. Spooky!

Nach dem Wasserbunkern nutzen wir unsere 2 Stunden erkaufte Standzeit aus, um eine kleine Ortsbegehung zu machen. Aber es ist wirklich nicht viel los (auch der Tabac hat keinen Free-Automaten…), so dass wir im Supermarkt ein bisschen Vorräte auffrischen und dann zum Womo zurückkehren.

Auf unserem Weg zum Cap Fréhel machen wir noch Station am Fort La Latte. Da hat wohl ein Adliger früher mal gestottert… Die Lage des Forts ist auf jeden Fall superb. Über den Klippen auf einer Landzunge. Und auch das Fort selber ist hübsch anzusehen – um so mehr bei dem momentanen Prachtwetter!

Wir gehen noch ein Stück auf dem Küstenpfad Richtung Cap, weil ein Wegweiser anzeigte, dass man hierüber auch zum Parkplatz käme. Nach mehreren hundert Metern kehren wir aber irritiert um – da hat sich wohl jemand einen Spaß erlaubt. Aber wundersamerweise treffen wir am Parkplatz dann auf Leute, die uns auf dem Pfad entgegengekommen sind – haben wir wohl etwas zu früh die Flinte ins Korn geworfen…

Kurz vor dem Cap Fréhel steht ein Parkwächter, der 4€ für ein Womo kassieren möchte. Möchten wir aber nicht zahlen. Also fahren wir ein Stück die Küstenstraße entlang, parken am Straßenrand und genießen den Fußweg auf dem Zöllnerpfad durch Stechginster und Heidekraut. Geld gespart und Aussicht gewonnen – win-win!

Der Blick übers Meer und die Küstenlandschaft ist hier wirklich ausgesprochen schön – und wir haben das Panorama mal wieder fast für uns alleine, denn man trifft kaum eine Menschenseele. Aber auch am Cap selbst ist die Zahl der Touristen überschaubar – man kann sich aber lebhaft vorstellen, dass hier im Hochsommer bei lauschen Temperaturen der Bär steppt.

Da Hunde im Leuchtturm nicht erlaubt sind, mache ich mich alleine daran die Wendeltreppe nach oben zu erklimmen, während Annette und Mia brav warten. Meine Aussichten teile ich ihr dann per Whatsapp mit…

Am kleinen Turm auf dem letzten Zipfel Land entdecke ich dann, dass es auch in der Bretagne Liebesschlösser gibt – sehr schicke Location!

Als wir zum MoMo zurückkehren und die tolle Aussicht noch einmal sehen, beschließen wir spontan, auszuprobieren, ob man nicht auf dem Randstreifen halbwegs eben stehen kann, denn hier haben wir wirklich einen Übernachtungsplatz mit Top-Deluxe-Aussicht! Und man kann hier tatsächlich wunderbar stehen – kitschiger Meeressonnenuntergang inklusive!

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