Camping­platz inklusive Wanderung
18. Juli 2016

Heute stehen wir nicht so arg früh auf, sind aber doch erstaunt, wie sehr sich unser Stell­platz bereits um 8 Uhr geleert hat. Wo wollen die Leute alle hin? Wir haben es nicht so ganz eilig und brechen erst so gegen 10 Uhr auf. Unser Ziel liegt um die Ecke. Denn auf dem Weg haben wir den Camping­platz Maurvangen an den tollen Strom­schnellen bei der Abfahrt nach Gjendesheim gesehen und beschlossen, dass heute mal ein Faulen­zertag dran ist. Mit Strom, großer Dusche und allem PiffPaffPuff. Sichtlich überrascht ist der Camping­platzwart, dass wir schon so früh einchecken: “Habt ihr gerade ’ne Nacht­wan­derung gemacht?” Sichtlich überrascht sind wir von seinem fließenden Deutsch. Und sichtlich überrascht sind wir von den positiven Wetter­aus­sichten, die auf dem Tresen ausliegen. Zumindest, nachdem uns erklärt wurde, dass 17° für ein Super­wetter stehen würden. Einfache Rechnung: “Das ist ja im Schatten, Schatten haben wir hier nicht, also könnt ihr mal 6 Grad drauf­schlagen.” Ach so…

In bewährter Manier finden wir schnell den optimalen Platz und müssen sogar nur einmal korri­gieren, weil das Strom­kabel um 1m zu kurz war. Und dann wird endlich mal der Tisch aufgebaut, werden die Stühle aufge­stellt und Annette serviert Kaffee und gewärmte Zimtschnecken. Mjam.

Damit es mit dem Blog noch was wird (denn auch auf dem Camping­platz ist der Mobil­empfang mau), gönne ich mir einen WLAN-Code. Dumm nur, dass das WLAN nur unwesentlich schneller ist als die langsame Mobil­funk­ver­bindung. Aber ich habe ja Zeit und lasse in den Warte­pausen einfach den Blick auf die umlie­genden, teilweise noch gut schnee­be­deckten Berggipfel schweifen…

Anschließend gehen wir zu den Strom­schnellen, die auch aus der Nähe noch genau so schön wie gestern im Vorbei­fahren aussehen. So ein tolles Türkisblau!

Am späteren Vormittag machen wir uns auf den Weg zum Sikkis­dalss­kardet, einer Anhöhe über dem See. Eine Wanderung, die prakti­scher­weise direkt am Camping­platz beginnt. Es geht stetig bergan.

Zunächst durch ein Birken­wäldchen, dann immer höher kletternd über die Baumgrenze. Unterwegs gibt es immer morastige oder feuchte Abschnitte, bei denen man sich die Reihen­folge der Steine schon vorab gut ausgucken muss. Macht Spaß!

Als wir schließlich Schnee am Wegesrand entdecken sind wir nicht mehr weit von unserem Ziel entfernt. Ein Sattel, der auf halber Strecke zum Gipfel liegt und einen wunder­baren Blick hinunter auf den See Sikkis­dals­vatnet bietet, wenn man noch ein paar Meter auf dem Hochplateau geht. Das hat sich gelohnt!

Auf dem Rückweg versuchen wir, den im Wander­führer beschrie­benen alter­na­tiven Rückweg zu nehmen. Aber was zunächst noch wie ein Pfad mit Stein­häufchen als Wegweisern aussah, endet auf einmal im immer sumpfiger werdenden Gelände, ohne, dass man sehen könnte wo er weiter verläuft. Das wird uns dann doch zu unsicher und so kehren wir grummelnd um. Annette sucht zwar noch nach einem Alter­na­tivweg, aber letzten Endes kehren wir auf dem gleichem Weg zurück, auf dem wir gekommen sind. Aber durch die andere Aussicht wird uns auch das nicht langweilig.

Am MoMo angekommen, schmeissen wir routi­niert den Grill an und werfen die Grill­sachen drauf, die wir in Lille­hammer gekauft hatten. Lecker!

Vassen­den­index

Sommer­wetter: 4,5

Pisswetter: 0,5

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