Endlich wieder da
13. Juli 2016

Irgendwie sind wir anscheinend beide doch etwas aufgeregt. Denn die Fähre wollten wir ja nun nicht gerade verpassen! Also stehen wir zeitig auf und kaufen beim Bäcker in Reinfeld Brötchen, die wir dann gemütlich vor dem Fährter­minal verspeisen wollen. Und tatsächlich kommen wir auch recht­zeitig an, stellen uns an den Rand, wo wir die anderen Fahrzeuge Richtung Fähre vorbei­ziehen sehen und starten unser Frühstück. Aber plötzlich ist es kurz vor halb neun und wir packen hektisch alles weg — denn eine Stunde vor Abfahrt soll angeblich die Deadline sein, um an Bord zu kommen! Puh, noch mal Glück gehabt…!

An Bord sind wir dann schon Profis und finden unsere Kabine zielsicher. Und Käpt’n Mia belegt schon mal ihren Platz am Fenster. Hach!

Alsbald begeben wir uns zur Bordhun­de­toi­lette, denn bei dem ganzen Hickhack haben wir ganz das Gassi­gehen vergessen. Mia ist das Ganze aber sehr suspekt, wenn nicht sogar unangenehm. Kann man ja auch verstehen… Beim Warten auf Mias großes Geschäft begucken wir uns das Treiben an der Laderampe und stellen fest, dass man problemlos auch noch 10 Minuten vor planmä­ßiger Abfahrt an Bord fahren kann. Da hätten wir uns die Hektik zuvor wirklich sparen können!

Unsere Überfahrt wäre dann mit “entspannte Kreuz­fahrt” treffend und angemessen kurz zusam­men­ge­fasst. Was eine entspannte Anreise!

Denn auch als wir wieder festen Boden unter den Rädern haben geht es genau so gechillt weiter, wie ich es vom vergan­genem Jahr in Erinnerung habe. Breite, freie Autobahnen, Tempomat auf 100 und cruisen! Und bei dem strah­lendem Wetter mit dem uns Schweden empfängt, kommt nahezu automa­tisch Ferien­stimmung auf.

Kurz komme ich in Versu­chung, unseren schönen Platz vom letzten Jahr in Kämpinge wieder anzulaufen, aber die Lust auf Neues und die Notwen­digkeit, noch ein bisschen Strecke Richtung Norwegen zu machen, treiben uns weiter.

In der sehr empfeh­lens­werten Camper­contact-App habe ich nämlich einen vielver­spre­chenden Stell­platz direkt am Meer in Förslöv, einer Ferien­haus­siedlung, gefunden.

Und als wir nach 1,5 Stunden dort ankommen, sind wir nach den letzten paar Kilometern auf engen Straßen durch Felder und Wiesen doch überrascht, dass der Platz mehr als gut gefüllt ist. Aber glück­li­cher­weise hat bisher niemand sonst den Platz direkt an den Dünen mit perfektem Sonnen­un­ter­gangs­blick belegt. Wir freuen uns und genießen!

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