Plage et la mer

Die anstehende lange Rückfahrt dämpft unsere Abenteuerlust doch sehr. So verlockend wie all die Orte in Finistere klingen, Camaret-sur-Mer!, Lampaul-Plouarzel!, Pougastel!, so sehr brauchen wir jetzt mal Zeit, um Meer und Strand zu genießen. Klar ist uns schon jetzt, dass wir baldmöglichst wiederkommen werden, also warum weiter hetzen?

Der morgendliche Ausblick aus dem Alkoven in Richtung Sonnenaufgang deutet auf einen weiteren schönen Herbsttag hin.

Und als wir uns für einen vormittäglichen Strandspaziergang aufmachen, haben wir blauesten Himmel, fast komplette Windstille und ziemliche Ebbe.

Das gibt natürlich wieder viel zu fotografieren her und den Vogel schießt Annette mit ihren tollen Detailfotos ab. Die tanzenden Lichtreflexe im Wasser geben auch schon ein fast psychedelisches Video her, dass ich aber diesmal dank SFR nicht hochladen kann. Wir sparen gerade Daten…

Nachdem wir uns ordentlich durchgelüftet haben, müssen wir ein typisches Womo-Problem lösen: Wir müssen dringend Wasser fassen. Und wie es der Zufall will, soll einen Kilometer weiter ein anderer toller Stellplatz sein, der sogar gratis Wasser und Strom zur Verfügung stellt. Perfekt! Dumm nur, wenn man den Stellplatz zunächst übersieht und dann bei der Besichtigung feststellt, dass man vielleicht in der Hochsaison bei der Surfschule Wasser tanken kann, aber das Aufdrehen des Wasserhahns nur ein trauriges Tröpfchen laufen lässt.

Also konsultieren wir unsere Stellplatzführer und stellen fest, dass man ein paar Kilometer weiter in Plœmeur einen Cityparkplatz mit allem Schnick und Schnack vorfindet. Nun, vorfinden soll. Denn von irgendwelchen Womo-Facilities ist nix zu sehen. Nachdem wir in der Bäckerei erst mal einen süßen Frustkauf für das spätere Kaffeetrinken getätigt haben, stellen wir auch beim Office du Tourisme fest, dass die Saison vorbei ist: zu! Immerhin gibt es aber einen Zettel mit Stell- und Versorgungsplätzen in der Nähe.

Und einen davon steuern wir an und werden auch fündig. Die Station hat zwar schon bessere Tage gesehen, aber wir können den Wassertank wieder füllen – Mission accomplished!

Jetzt aber schnell wieder zurück zu Strand und Meer – wir haben schon Entzugserscheinungen! Und als wir an “unserem” Strand vorbeifahren, beschließen wir kurzerhand, einfach wieder auf den Stellplatz zurückzukehren. Denn bis auf den abendlichen Fluglärm war es eigentlich ein wunderbarer Platz: strandnah und trotzdem tote Hose.

Wir belohnen uns für unsere gute Wahl mit den Leckerein aus der Bäckerei. Es ist übrigens wirklich frappierend, wie viele kunstvoll leckere Backwaren man allerorten in den Bäckereien findet. Wir kommen jedesmal in regelrechte Gewissenskonflikte, dass wir nicht einfach alles kaufen, geschweige denn essen können.

Am späten Nachmittag zieht es uns dann wieder an den Strand: Ganz abenteuerlustig gehen wir einfach mal rechtsrum in Richtung des Flop-Stellplatzes von heute morgen.

Und wir stellen fest, dass auch der Strand dort sehr schön zum Wellengucken, Lichtspielbewundern und Seelebaumeln geeignet ist.

Den Rückweg zum MoMo bahnen wir uns dann über Trampelpfade landeinwärts durch eine hügelige Heidelandschaft. Ein bisschen mulmig ist uns schon, da wir dort heute morgen zwei Franzosen bei der Was-auch-immer-Jagd mit ihren Luftgewehren(?) gesehen und gehört haben und auch jetzt wieder Stimmen und Hundegebell irgendwo aus der Heide zu uns dringen. Und Annette singt, um auf uns aufmerksam zu machen “Trara, es tönt wie Jagdgesang” – nicht beruhigend!

Trotzdem kommen wir unversehrt am Wohnmobil an und genießen den abendlichen Blick aus dem Fenster. Noch einmal schlafen und dann heißt es: Bretagne, adieu!

2 Kommentare
  1. Michael Brust sagte:

    Hallo wir waren erst im September dort, ist wirklich ne tolle Gegend, habe euren Urlaub verfolgt, wünsche euch gute Heimreise.
    Gruß Michael

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