Schweden, wir kommen!
1. Juli 2015

Mensch, was haben wir diesen Urlaub herbei­ge­sehnt! Denn seit dem letzten Eintrag gab es nicht wirklich freie Wochen­enden, die wir für Touren nutzen konnten. Also stand unser braves MoMo auf dem Hof und guckte uns traurig an, wenn wir vorbei­fuhren. Oder war es umgekehrt?

Und jetzt geht es einfach los.

Nun ja, auch nicht ganz einfach, denn unser Händler hatte mal eben trotz Nachhakens unserer­seits “vergessen”, uns zu infor­mieren, dass die bestellten Ersatz­teile für den leichten Heckschaden schon länger da waren… Also fahren wir weiter mit Pflaster am MoMo-Popo. Dafür wurde die defekte Tachoeinheit getauscht, so dass im Armatu­ren­brett wieder nur die Lämpchen leuchten, die auch leuchten sollen. Fühlt sich einfach besser an.

Die Vorbe­rei­tungen für unsere vierwö­chige Tour nach Schweden gestal­teten sich fast schon routi­niert, so dass jetzt alles bestens verstaut und organi­siert aussieht. Und sooo viel wollen wir auf diesem Trip eigentlich nicht organi­sieren. Der Plan ist mehr denn je einfach rumzu­zi­geunern und da zu bleiben, wo es uns gefällt und uns allen­falls vom Wetter umstimmen zu lassen. Dieses ist aber pünktlich zum Ferien­beginn nach einem wirklich lausigen Juni einem heißen Sommer­wetter gewichen und die Aussichten sehen rosig aus.

Die einzig festen Fixpunkte sind die Fährüber­fahrten zwischen Trave­münde und Trelleborg am Anfang und am Ende des Monats. Und eine Begrenzung auf Südschweden mit einer nördlichen Grenze am Siljansee, da wir nicht nur im MoMo sitzen wollen, sondern gerne auch mal am Meer oder einem schönen See die Beine hochlegen wollen. Außerdem wollen wir im Uhrzei­gersinn reisen, also erst mal die Westküste entlang bis ungefähr Höhe Göteborg. Alles andere wird sich finden.

So entspannt wie heute sind wir noch selten in einen Urlaub gestartet. Da unsere Fähre erst morgen früh fährt, ist der heutige Tag für die Anreise in den Norden vorge­sehen. Noch nicht einmal läppische 500km! Nach einem gemüt­lichen Frühstück mit Sofie konnten wir, als wirklich nichts mehr zu packen war, um 9.20 Uhr einfach losfahren. Passend zur Abfahrt: der neue Ohrwurm von Pharrell Williams, “Freedom”. Ich glaube, das wird unser Mottosong für diesen Urlaub!

Als wir unterwegs kurz Pause machen, kommt die Nachricht, dass wegen eines Unfalls in der Nähe von Hamburg ein größerer Stau entstanden ist. Also beschliessen wir, dass wir genau so gut eine längere Mittags­pause machen können. Und wo ginge das besser als beim Jann-Hinsch-Hof  in Winsen, wo wir schon öfter Station gemacht haben? Ist schließlich nur ein kleiner Schlenker auf der Route und wir haben ja sowas von Zeit! Also geniessen wir ein leckeres Mittag­essen, kundschaften einen Stell­platz kurz vor Trave­münde in Reinfeld aus und machen uns dann entspannt auf die Weiter­fahrt, die auch völlig problemlos verläuft.

Der Stell­platz erweist sich als nett im Zentrum des kleinen Städt­chens mit dem Herren­teich gelegen, den wir dann noch kurz erkunden. Es ist aller­dings doch ganz schön heiß, so dass wir erst mal zum MoMo zurück­kehren und uns bei leichtem Wind in den Schatten setzen. So lässt es sich leben!

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