Es wird fröstelig
15. März 2015

Eigent­lich hatten wir für dieses Wochen­ende gar keinen Trip geplant, weil der Wetter­be­richt nicht wirklich viel verspre­chend aussah. Aber am Samstag­morgen beschlossen wir, dass es ja nicht ganz so trüb sei wie angesagt und man dann doch etwas unter­nehmen könne. Also fuhren wir kurzent­schlossen zum Stell­platz, um nach unserem MoMo zu gucken. Wir hatten ja schon leichte Entzugserscheinungen!

Außerdem war es ganz gut, dass wir nach dem Rechten sahen, denn wir hatten uns vom Traum­wetter des letzten Wochen­endes blenden lassen und hatten keinerlei Frost­vor­keh­rungen getroffen. Dumme Sache, denn das Sicher­heits­ventil hatte bei den Tempe­ra­turen um den Gefrier­punkt brav ausge­löst und alles Wasser abgelassen. Und im MoMo war es entspre­chend frisch. Freund­liche 4°!

Also wurde erst mal die Heizung angeworfen, um eine Tempe­ratur über 7° zu errei­chen, damit das Ventil wieder schließt. Dabei stieß ich noch auf die Strang­sperre für die Wasser­tank­hei­zung — kann mir jemand sagen, warum man diese Heizung ausschalten wollte? Die sollte doch tunlichst immer an sein, oder?

Nachdem wir alles wieder soweit herge­richtet hatten, konnte es dann losgehen. Als Ziel hatten wir uns die Glörtal­sperre ausge­sucht, wo wir “damals” mit dem Kinder­garten in der Jugend­her­berge übernachtet hatten (Schönen Gruß an alle Westerholter!).

Bei kühlen 4° fuhren wir los, bis mich Annette in Rade fragte, ob ich denn auch an die Flasche Wein für abends gedacht hätte. Ups. Also erst mal Stopp beim nächsten Aldi, Bio-Dornfelder gekauft, der nachher gar nicht mal schlecht schmeckte und weitergefahren.

3°. In Brecker­feld fuhren wir noch zum Mühlenhof, um dort Brot und Brötchen für den Sonntag­morgen zu kaufen. Zusätz­lich gab’s noch einen leckeren Holsteiner Schinken und Rosinen­st­uten. Mjam.

2°. Annette fiel auf, dass unsere Butter­vor­räte für so viel Brote vielleicht nicht ausrei­chen könnten. Also fuhren wir zum Edeka und fanden sogar noch durch Zufall die leckere Darbo-Marme­lade, die wir mal im Mediterana bekommen hatten. Fein.

1°. Es wurde ungemüt­lich. Aus dem Regen wurde so etwas ähnli­ches wie Schnee. Brr. Bloß weiter! Der Weg zur Glör hatte dann etwas abenteu­er­li­ches, denn zu dieser Jahres­zeit ist dort alles irgendwie verwun­schen und verzaubert.

Nachdem wir am Rande des Besucher­park­platzes an der Staumauer schon einen akzep­ta­blen Platz für die Nacht gefunden hatten, gingen wir runter zur Staumauer und Annette fielen die Parkplätze unmit­telbar an der Talsperre mit Blick auf Staumauer und Talsperre auf. Ein viel schönerer Platz für die Nacht (und den nächsten Morgen)! Also nach einem gründ­li­chen Check, ob es irgendwo Womo-Verbots­schilder gibt, schnell umgeparkt.

Wir guckten uns noch das sehr nett einge­rich­tete Restau­rant Haus Glörtal an, beschlossen aber, lieber ein anderes Mal wieder­zu­kommen. Die Karte für das “Zahlen Sie, was es Ihnen wert ist”-Angebot war uns nicht verlo­ckend genug, um gegen Holzofen­brot anzukommen. Aber das spani­sche Tapas-Angebot an einem Freitag könnte uns schwach werden lassen…!

Ein Gutes hatte unser Malheur mit fehlender Heizung und geöff­netem Sicher­heits­ventil: Wir haben uns jetzt noch ein bisschen schlauer gemacht, wie man die Wärme gut ins MoMo kriegt und vor allem dort behält. Denn trotz äußerst frischer Außen­tem­pe­ra­turen war es uns in der Nacht kein bisschen kalt und wir konnten den Sonntag sehr relaxed mit einem feinen Frühstück beginnen.

Nach dem Frühstück gingen wir noch eine Runde um die Glör und brachen wieder nach Hause auf — erster Härte­test für MoMo und Besitzer problemlos überstanden. Sehr gut!

4 Kommentare

  1. Schöner Bericht! Wir finden es immer gemüt­lich wenn man im Mobil molly warm und sehr relaxed sitzt, trotz äußerst frischer Außen­tem­pe­ra­turen. Auch wir haben unsere erste Tour schon hinter uns.

    Antworten
    • Ja, es war total schön, muckelig im MoMo zu sitzen, während man die Kälte draußen fast schon sehen konnte.
      Gegen eure Tour im Schnee können wir ja nicht so ganz anstinken, da fehlt mir noch ein bisschen das Selbst­ver­trauen für. Aber irgend­wann trauen wir uns da vielleicht auch mal ran.

      Antworten
  2. Hallo Michael hier auch Michael
    folge mal deinen schönen Berichten, in welcher Gegend ist die Talsperre, sieht gut aus.
    Zur Strang­sperre ist zu sagen: brauchst du nur im Winter denn bei Pluscraden macht es ja keinen Sinn. Wir hatten auch mal einen Knaus Alkoven da war im Alkoven auch noch eine Strang­sperre einge­baut.
    Viel Spass mit eurem MoMo
    Gruß Michael unter­wegs mit einem Bürstner Nexxo 55

    Antworten
    • Danke für den netten Kommentar, Michael (scheint ja ein Wohnmo­bil­fahrer-Standard­name zu sein…?).
      Danke für die Info mit der Strang­sperre! So habe ich mir das jetzt auch zusammen gereimt.
      Die Glörtal­sperre ist in der Nähe von Lüden­scheid bei Brecker­feld. Eine nette kleine Talsperre!

      Antworten

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